#072 - Warum verdient Messi heute mehr als Pele, Herr Bonin?
Shownotes
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00:00:03: Geld und Leben.
00:00:04: Der Finanzpodcast der Oberösterreichischen Nachrichten von und mit Wirtschaftsressorleiter Dietmar Mascha.
00:00:13: Guten Tag meine sehr verehrten Damen und Herren, willkommen bei einer neuen Folge des Podcastes Geld und Leben.
00:00:19: Schön dass Sie wieder dabei sind.
00:00:22: Arbeit ist ein Grundbedürfnis der Menschen Und zuletzt waren in Österreich mehr als dreihundertfünfzigtausend Menschen arbeitslos.
00:00:33: Vor allem Frauen sind momentan stärker von Arbeitslosigkeit betroffen, weil zum Beispiel im Handel viele Betriebe straucheln.
00:00:42: wandert unser Arbeitsmarkt, wohin entwickelt sich dieser Arbeitsmarkt?
00:00:46: auch in Zeiten von künstlicher Intelligenz und struktureller Veränderung im internationalen Bereich.
00:00:51: Darüber spreche ich heute mit meinem Gast.
00:00:53: Holger Bonim ist Leiter des Instituts für höhere Studien IHS in Wien und er ist seit genau drei Jahren Leiter das IHS.
00:01:03: und unter anderem berät das IHS auch das deutsche Arbeitsministerium aktuell bei strukturen Veränderungen.
00:01:11: Auch darüber werden wir dann reden.
00:01:13: Schön, dass Sie da sind Herr Bonin!
00:01:15: Vielen Dank für die Einladung!
00:01:16: Herr Bonim, die Arbeitslosigkeit ist hoch.
00:01:18: das Wirtschaftswachstum äußerst bescheiden bestätigt eine Chance, dass die Arbeitslosigkeit wieder sinkt.
00:01:25: Im Moment, bei den Wachstumsraten die wir jetzt haben bewegt sich die Arbeitslosigkeit seitwärts.
00:01:31: Also sie steigt ein bisschen in diesem Jahr.
00:01:33: am nächsten Jahr wird sie dann zurückgehen.
00:01:35: also es sieht im Moment nicht so aus ob die Arbeitslossigkeit sehr stark zurückgeht weil die konjunkturellen Daten eben nicht so gut sind dass man da eben einen großartigen Abbau erwarten würde.
00:01:46: gleichzeitig das dürfen wir ist ein bisschen paradox vielleicht für manche Menschen steigt die Beschäftigung.
00:01:53: Also wir haben beide Phänomene.
00:01:55: Es ist nach wie vor so, dass immer mehr Menschen in Beschäftigung kommen und trotzdem bleibt die Arbeitslosigkeit hoch.
00:01:59: Das hat damit zu tun, dass auch immer mehr Leute nach Arbeit suchen.
00:02:03: Die Teilnahme am Arbeitsmarkt steigt, merken wir jetzt zum Beispiel daran, dass jetzt ältere Frauen im Arbeitsmarkt sind weil das Pensionsantrittsalter für Frauen nach oben geht Ist ja grundsätzlich gut, wenn mehr Menschen auf den Arbeitsmarkt drängen.
00:02:16: Weil ja absehbar ist das auch mehr Menschen in absehaber Zeit im Pension gehen oder?
00:02:21: Ja, dass es grundsätzlich gut ist also unabhängig von der Frage auf der gesamtwirtschaftlichen Ebene.
00:02:26: Gehen wir einfach mal davon aus.
00:02:27: Also Es ist so, dass die Beschäftigung der Werbstätigkeit eben viele eben auch eine starke Identitätsstiftung mit sich bringt.
00:02:34: Das ist nicht nur etwas was man macht um jetzt einfach Geld zu verdienen.
00:02:38: Es gehört eben auch die soziale Komponente.
00:02:41: wir arbeiten, dass wir eben mit anderen Menschen am Arbeitsplatz integrieren.
00:02:44: Das sollte man nicht unterschätzen und es ist eben sehr risikoreich wenn man eben nicht im Arbeitsmarkt tätig ist und zu uns über Arbeitslosigkeit keine Gedanken machen oder auch über Frauen die eben in der Familienphase eben sich dann eben teilweise vom Arbeitsmarkt zurückziehen.
00:02:57: das ist halt sehr riskant.
00:02:58: Wenn dann eben die Ehe zerbricht oder der Mann stirbt, dann steht eben die Frau auf einmal eben nicht mit dem gesicherten Einkommen da, wenn sie sich komplett vom Arbeitsmark zurückgezogen hat und das wäre vielleicht noch in der Generation Mütter oder der Großmütter der Fall gewesen, dass man eben nicht mehr gearbeitet hat.
00:03:14: Meine Mutter zum Beispiel hatte im Ende ihres Lebens vielleicht noch fünf Jahre Beitragszeiten.
00:03:18: Das würde heute keiner mehr machen.
00:03:20: aber die Tat natürlich sehr riskant wenn man dann mal eben auf seinen Füßen stehen muss und das passiert nicht mehr.
00:03:26: also sichern sich immer mehr Menschen ab und es zeigt übrigens auch, dass also obwohl wir eben den Arbeitsmarkt in Wandel ist, dass es ja eben auch Beschäftigungen gibt, Beschäftigungsmöglichkeiten gibt, arbeiten, wie sie es früher getan haben ist dann auch ein Ausdruck dieses Wandels.
00:03:42: Kann sich das leisten weniger zu arbeiten?
00:03:44: Wir haben Anfang des neunzehnten Jahrhunderts noch eine achtenvierzigstunde Woche gehabt.
00:03:48: jetzt sind wir irgendwie schon.
00:03:49: also die vierzig Stunden Woche ist auch nicht mehr der Normalfall.
00:03:52: Wir bewegen uns in Richtung zwei und dreißig Stunden.
00:03:55: Das ist etwas was eben auch im Zeichen steigenden Wohlstand ist dass man sich leisten kann und gleichzeitig Wenn das so ist, dass jeder vor Kopf weniger Stunden arbeitet.
00:04:06: Aber wir trotzdem eben auch nach wie vor trotz aller Robotik, trotz der Digitalisierung darauf angewiesen sind, dass man Menschen hat die Arbeitleistung erbringen.
00:04:15: Da müssen mehr Köpfe im Arbeitsmarkt sein und da sehen wir halt jetzt.
00:04:19: Und deshalb kommt es dazu, dass wir steigende Beschäftigung haben und trotzdem das Arbeitsvolumen seit vielen Jahren nicht steigt.
00:04:27: Jetzt haben wir die Paradoxesituation aus einer Seite in manchen Bereichen die Arbeitslosigkeit deutlich stärker ich habe angesprochen, den Handel wo es ja viele Frauen betroffen sind und auf der anderen Seite in einigen Bereichen die Fachkräfte schon wieder fehlen.
00:04:42: Das heißt wir haben ein strukturelles Problem.
00:04:44: kann man das kurzfristig überhaupt lösen?
00:04:48: Also durch dieses strukturelle Phänomen, das haben wir auch eigentlich immer.
00:04:50: Dass wir also auf der einen Seite eben in Bereichen wo sich der Arbeitsmarkt sehr dynamisch entwickelt, wo es eine starke Nachfrage gibt.
00:04:57: Eben Engpässe haben, schwieriges Stellen zu übersetzen und gleichzeitig in anderen Bereichen eben Stellen abgebaut werden.
00:05:04: Und die große Schwierigkeit ist eben die Menschen, wo die Stellen abgebaut werden dann in die Bereiche zu bringen, wo sie Stellen wachsen.
00:05:13: Das Wasser kann nicht einfach von A nach B fließen weil da ein Berg dazwischen ist.
00:05:16: dieser Berg heißt andere Qualifikationsbedarf.
00:05:21: Das Phänomen ist groß, also wir dürfen es nicht unterschätzen, das ist ja auch nicht neu aber das hat schon eine gewisse Größenordnung.
00:05:26: in Österreich haben wir leider die Zahlen nicht.
00:05:27: dafür sind mehr erwähnt dass wir auch das deutsche Arbeitsministerium begleitend hat man seit vielen Jahren so ein Arbeitskräftemonitoring aufgebaut und mal die Größenordnung auch zu erklären.
00:05:37: Und wenn wir da nach vorne schauen, dann schauen immer bis ins Jahr zwei Tausend Vierzig hinein.
00:05:42: Da sagen die Vorhersagen in diese Monitoring also per Saldo verlieren wir ungefähr eine halbe Million Beschäftigung bei vierzig Millionen Arbeitsverhältnissen.
00:05:50: das ist nicht besonders viel.
00:05:52: über über fünfzehn Jahre hinweg ist es auch gar nicht so schlecht weil die Menschen im Erwerbsalter, die Bevölkerung im Erwärbshalter nimmt viel mehr ab als dieser halbe Millionen.
00:06:01: aber hinter dieser halben Million Saldo steht ein Umschlag von dreieinhalb Millionen.
00:06:05: drei Millionen neu entstehende Stellen und dreieinhalb Millionen verloren gehen.
00:06:09: Das sind siebeneinhalb Million, das heißt also dass ist eigentlich das eigentliche Problem.
00:06:14: Also da haben wir drei Millionen Menschen die jetzt eben von einem Bereich wo die Arbeitsplätze verloren gehen in den neuen Bereichen gebracht werden.
00:06:22: und das ist eine große Herausforderung denn die neuen Stellen die entstehen die großen Treiber Natürlich auch der Bereich der Technik, also der KI.
00:06:33: Aber das ist gar nicht so der ganz große Bereich.
00:06:38: Im demografischen Wandel entstehen enorm viele neue Stellen im Bereich des Gesundheitswesens.
00:06:42: Pflegekräfte sind knapp und wir können gar nicht schnell hinterher ausbilden wie wir neue Pflegekäfte brauchen weil einfach mehr ältere Menschen zu versorgen haben und da hilft uns auf der medizinische Fortschritt nicht.
00:06:54: irgendwann am Lebensende werden viele Menschen pflegebedürftig in einem Raum eine Pflegefachkräfte Wir brauchen sogar noch mehr, weil Menschen mittlerweile so lange leben.
00:07:02: Das wird dann auch den Kindern, die im Rentenalter nicht zumüten müssen, da noch schwere Pflegeleistungen zu machen.
00:07:09: Also das ist ein substanzielles Problem was auch sehr stark wächst, der Bereich der Erziehung.
00:07:17: Weil in einer alter werdenden Gesellschaft brauchen wir eben weniger Menschen einfach zur Verfügung haben, weil die Bevölkerung in der Tentenz abnimmt.
00:07:27: Brauchen wir intelligentere Menschen?
00:07:29: Wir brauchen Menschen, die eben mit ihrem Kopf mehr leisten können.
00:07:33: Die so leistungsfähig sind wie vielleicht früher einfach zwei manuelle Arbeiter, die einfach was tun.
00:07:37: Jetzt brauchen wir Menschen, der eben so produktiv sind.
00:07:40: und wie werden sie produktive in einer modernen Gesellschaft, in einer modernen Produktionsgesellschaft, indem Sie gebildet sind, qualifiziert sind?
00:07:46: Und deshalb wächst auch der Bedarf nach Qualifizierung in so einer Gesellschaft.
00:07:50: Das heißt, der Erziehungsbereich wächst auf!
00:07:53: ... zwei große Bereiche, die wir so ein bisschen übersehen.
00:07:58: Weil das dann ein bisschen eigentlich durch die traditionelle Ökonomie ist und sehr schwierig.
00:08:03: Jetzt stellen Sie sich vor, der wurde abgebaut zum Beispiel im Automobilbereich dadurch dass wir eben Umstieg haben langfrist von vom Verbrenner auf die auf die elektrifizierten Fahrzeuge.
00:08:17: Die sind nicht mehr so aufwendig in der Produktion, in der Wartung
00:08:20: etc.,
00:08:21: da fallen einfach Menschen weg.
00:08:22: aber soll jetzt der der bisherige Ingenieur, der Verbrenner Motoren konstruiert hat.
00:08:29: Sollte jetzt im Altenheim Menschen pflegen?
00:08:34: Und die Hälfte verdienen?
00:08:35: Das ist schwierig!
00:08:36: Also da steckt eine große Herausforderung drin.
00:08:41: Auch das sollte man sagen auch diese Herausforderung ist nicht ganz neu.
00:08:44: wir haben diesen Strukturwandel eigentlich immer.
00:08:47: aber und es hilft uns dass das natürlich nicht ganz über Nacht kommt Auch wenn wir jetzt immer erzählt bekommen der Strukturwandel, da werden wir also übermorgen in drei Jahren die KI alles ersetzt.
00:08:59: Die Erfahrung das was wir auch jetzt wieder beim KI-Beumsehen sehen so schnell geht es nicht weil nicht alles was technisch möglich ist wird auch realisiert.
00:09:11: Es gibt eine ganz berühmte Studie in der Arbeitsmarktforschung.
00:09:14: Das ist von Frye und Osborn, manche kennen gleich sogar diese Stichworte, einer der meist zitierten Studien der letzten zwanzig Jahre an der Arbeitsmarktforschungen.
00:09:23: Die hat vorher gesagt – die Schlimpe haben wir aus den Ausländen, aus dem Zehnerjahren – er hat gesagt, in zehn Jahren wird die Digitalisierung, da hat noch keiner von KI gesprochen vor zehn Jahren, wird die digitalisieren dafür sorgen dass vierzig-fünfzig Prozent der Arbeitsplätze verloren sind?
00:09:36: Und das ist offensichtlich nicht eingetreten.
00:09:38: Die zehn Jahre sind da, wir haben immer weitere Beschäftigungsaufwuchs gemachte.
00:09:41: Warum?
00:09:42: Wir haben die Studie mal dann ein bisschen auf den Prüfstand gestellt und haben einfach mal geschaut was der Denkfehler dieser Studie ist.
00:09:50: Die Studie beruht darauf dass man Digitalexperten gefragt hat Was ist denn automatisierbar?
00:09:58: Dann sind natürlich viele Dinge technisch automatisiert, aber wir könnten heute schon längst... Also wir bräuchten keine Zugführer mehr und wenn wir nach China schauen oder sowas dann wird da eben die U-Bahn vollkommen ohne Zugführern gestürzt.
00:10:10: Aber wir haben immer noch offensichtlich eben fahren unsere Straßenbahnen im Schienengewundensystem immer noch mit Menschen.
00:10:17: Und da gibt es verschiedene Gründe warum das so ist.
00:10:20: zum Einer der Grunde ist dass die Leute die Passagiere in Europa das überhaupt nicht schätzen werden.
00:10:27: da keine wenn es mehr ist.
00:10:29: Und das ist also ein sozialer Hebel, warum Dinge langsamer gehen?
00:10:33: Es gibt andere Gründe, warum das so ist.
00:10:35: Nicht alles was technisch möglich ist, ist regulatorisch möglich.
00:10:39: Das selbstfahrende Auto ist zwar prinzipiell irgendwo im Labor möglich aber noch bei Weitem nicht zu sicher dass wir das jetzt als Standardmodell auf den Straßen haben würden.
00:10:48: Da hätte man schon eine ganze Menge Unfälle wahrscheinlich noch.
00:10:50: auch das ist eine Technik.
00:10:52: und der dritte Punkt ist es muss sich rechnen Das muss sich rechnen.
00:10:55: Und das ist eine Frage von Kosten natürlich, aber eben wir müssen die... Also das sind viele Fälle, also natürlich sinken auch die Kosten neuer Technologien, aber viele Dinge sind vielleicht noch so teuer, dass man es sich doch lohnt, eben die Dinge langsam zu machen.
00:11:09: und der letzte Punkt ist auch Arbeitgeber sind nicht einfach irgendwelche Roboter, die einfach Stellen kürzen können nur weil das jetzt möglich ist.
00:11:19: Betriebe, Unternehmen sind soziale Wesen Da gibt es Verantwortung, da gibt es den Mittelständen der sich auch für seine Belegschaften kümmert und der nicht einfach alles umsetzt.
00:11:30: Also das dauert alles sehr lange und das ist die gute Sache daran.
00:11:34: Auch wenn wir eben das jetzt riesig klingen... also wenn in Deutschland was anderes ist, die sieben Millionen bezogen zu vierzig sind ungefähr fünfzehn Prozent.
00:11:44: Wenn wir's dann runterbrechen auf die fünfzehn Jahre, die bis zwei tausend vierzig noch sind.
00:11:49: Dann ist das ungefähr ein Prozent Umschlag am Arbeitsmarkt und das ist machbar.
00:11:54: Wir dürfen wir sollten uns nicht davon also darauf stachen und sagen dass es überwältigend Ein Prozent Umschlag am Arbeitsmarkt ist jetzt nicht so viel mehr als wir auch in weniger stürmischen Zeiten des strukturellen Wandels sehen.
00:12:09: Wir haben immer ungefähr ein halbes Prozent Arbeitsplätze, die verloren gehen und neu entstehen allein weil manche Unternehmen halt einfach dicht machen müssen, weil sie keinen Nachfolger finden
00:12:19: etc.,
00:12:20: da gibt es ganz viele.
00:12:21: Also wir sollten uns das ernst nehmen.
00:12:24: Wir müssen uns darüber Gedanken machen aber wir sollten auch nicht sagen dass es absolut nicht schaffbar Was es bedeutet und das ist schon ein Punkt, was neu ist.
00:12:33: Früher haben wir über technischen Fortschritt gedacht, immer nur darüber ging's sehr stark darum ja da sind die gering qualifizierten gefährdet aber jetzt sind eben auch zunehmend Jobs gefährdet sitzen hier bei einem Medienhaus Wo man eben, die früher vielleicht nicht gefährdet waren.
00:12:50: Aber jetzt gibt es auf einmal eine Technologie wo sie in ihrer Nachrichten Redaktion eben also zumindest den Sportteil quasi quasi automatisieren was schreiben können, wo die KI schon ganz so Standardnachrichten.
00:13:01: Das heißt da ist Druck der ist früher nicht da.
00:13:04: aber das sind natürlich auch Existenzängste.
00:13:06: Der Markt verändert sich eben.
00:13:08: digitale Medien funktionieren ganz anders als klassische Printmedien.
00:13:12: Aber es bleibt eben da dass ihr trotzdem Content produziert müssen.
00:13:15: Nur der sieht vielleicht anders aus und sie brauchen andere Talente, andere Fähigkeiten.
00:13:19: Und letzte Bemerkung dazu... Es ist nicht nur die Veränderungen der Arbeit, dass das also Jobs verloren gehen und anderswo neu entstehen.
00:13:27: Der viel größere Ding was wir beobachten auch die Tätigkeiten bei allen Menschen verändern sich.
00:13:33: Also die KI selbst wenn der Job erhalten bleibt verändert das was wir tun eben substanziell.
00:13:42: Und was gute an Digitalisierungstechnik ist, in der Tendenz befreit sie uns von rotinisierten Tätigkeiten und tun das, was wir Menschen noch lange Zeit viel besser tun können als jeder Algorithmus mit komplexen Problemen umgehen – mit Emotionalität umgehen.
00:14:00: Das sind Dinge die eigentlich uns fordern.
00:14:02: natürlich wenn wir nicht gewohnt sind und das auch an manche überfordern aber gleichzeitig wenn es uns gelingt die Fähigkeiten zu entwickeln das zu tun dann werden die Jobs interessanter, dann werden sie befriedigender und dann ist es eben bei weniger bullshit Jobs.
00:14:16: Sie haben das Thema Bildung schon angesprochen und die erfordern ist dass unser Arbeitsmarkt Menschen braucht, die gut ausgebildet sind.
00:14:26: Wie sollen junge Leute ihre Bildungskarriere planen um möglichst gut auf den Arbeitsplatz vorbereitet zu sein?
00:14:35: Ja, also Plan ist immer schwieriger.
00:14:37: Also diese Vorstellung dass wir eben den lokalen Arbeitgeber haben wo man dann eben vom Land irgendwo da gibt es einen Arbeitgebe und ich bin dann den Rest mein Vater war schon da und jetzt die nächste Generation ist das ganze Leben beim gleichen Arbeitgeben.
00:14:51: Das wird zunehmend eben die Ausnahme.
00:14:55: Also Flexibilität ist wichtig auch die Neugier auf Neues und zu verstehen, einfach weil das Arbeitsleben auch länger wird.
00:15:03: Also es ist ja nicht nur so dass wir jetzt also Struktur waren oder haben wir auch eben demografische Alter, freulicherweise werden wir alle deutlich älter.
00:15:11: Das wird kurz oder lang dazu führen, dass wir auch länger arbeiten können und müssen, weil ansonsten eben das nicht funktionieren kann, dass wenn ich am Ende alle hundert Jahre alt werde oder hundert-zwanzig Jahre alt bin, dass ich weiter quasi nur von zwanzig bis sechzig arbeite, das kann man relativ leicht nachvollziehen.
00:15:25: Und wenn die Spanne, die man im Arbeitsleben ist, länger wird... dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass in der Zeit in den zwanzigvierzig oder sechzig Jahren nicht im Arbeitsmarkt bin.
00:15:34: Wenn ich hundertzwanzig Jahre alt werde, das sich da technisch die Technik verändert eben so groß, dass ich weiß, ich muss weiter lernen und es heißt Weiterbildung und Bildung wird modularer Und muss sich dafür darauf einstellen, dass es nicht damit getan ist, einmal eine Basisausbildung zu machen und dann mache ich so auf einem niedrigen Level Weiterbildung.
00:15:52: Man wird sich im Leben noch mehrfach neu erfinden müssen.
00:15:54: Das ist übrigens auch die Lösung.
00:15:55: wenn du auf deine Antwort auf die Frage was ist denn?
00:15:57: Die Menschen können ja gar nicht so lange arbeiten, wenn wir das Rentner in der Vansons-Eintrittsalterin da oben setzen.
00:16:03: Es ist immer von der Vorstellung aufgebracht, naja wenn nicht, wenn nicht... Ich kann nicht bis bis bis siebzig auf dem Dach stehen und Dachdecker sein.
00:16:12: Interessanterweise, wenn sie sich die... das haben wir mal gemacht.
00:16:14: Wenn Sie sich die einfach mal so schon was machen der Dachdecker eigentlich?
00:16:18: und es hat recht stimmt also Dachdäcker stehen nicht mehr mit mit sechzig Jahren auf dem Dach von hundert Dachdeckeln, die als Dach decker ausgebildet werden stehen aber schon mit fünfzig Jahren neunzig nicht mehr auf dem dach sondern sind gar nicht mehr Dach Decker.
00:16:32: Menschen wissen, dass das so ist und wechseln eben nur, dass da irgendwie der Staat was tut in andere Bereiche hinein.
00:16:38: Die also jetzt eben typischerweise ein klassischer Männerberuf mit nicht so hohen Qualifikationen die nicht so anstrengend sind.
00:16:43: Die werden Hausmeister, die werden Lkw-Fahrer.
00:16:47: es ganz interessant zu sehen, also dass da etwas passiert ohne dass da irgendjemand eingreift weil man weiß, dass man das nicht das ganze Leben machen kann.
00:16:54: Und dieser Ansatz, also dieser Gedanke dass man eben sich auch so verändern muss und nochmal neu erfinden muss, das ist ganz wichtig.
00:17:03: So was heißt das für die Ausbildung?
00:17:05: Die Grundausbildung?
00:17:06: Zunächst einmal, dass sie auch so breiter aufgestellt sein muss, dass man eine ganz, ganz wesentliche Qualifikation ist das Lernen zu lernen also auch selbstständig sich möglicherweise an andere Rahmenbedingungen anzuführen und diese Dinge wird ganz früh angelegt.
00:17:22: Das lernt man nicht mehr Wenn Hans nicht gelernt hat, dass er eben wie man lernt hat zu lernen.
00:17:29: Dann schafft das der Hans auch nicht mehr und das ist ein ganz wesentlicher Punkt.
00:17:34: also diese Frage wo wir dieses Lernen zu lernen lernen?
00:17:38: Das passiert im Kindergarten, das passiert in den ersten formativen Schuhe her.
00:17:43: Da heißt ein ganz, ganz großer Herausforderung für die Bildungspolitik wirklich zu denken.
00:17:48: Wir müssen das von klein auf aufbauen diese Neugier und diese Fähigkeiten wirklich also sich gegen Schwierigkeiten an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen.
00:17:58: Das Einzelte Wissen, das veraltet immer schneller und wir wissen auch... Und da hilft uns ja, merken wir bei der KI eine große Gefahr.
00:18:05: natürlich dass wir alle verdunnen weil wir nur noch nach der KI glauben und es nicht mehr im Tropfen abzumüssen.
00:18:10: Das stimmt nicht.
00:18:11: Man kann mit keiner Information nur was anfangen, wenn man wirklich etwas weiß und die neu verknüpfen kann.
00:18:16: Sonst bleibt man eben dumm und ist einfach verliert sogar ein Qualifikationen.
00:18:21: Wenn man das beherrscht, kannst du einen Produktiver machen?
00:18:23: Das ist zweite.
00:18:24: ich muss genau sehen.
00:18:25: Ich muss die Basalen wissen über diese Welt wie sie funktioniert.
00:18:30: Muss sich eben auch früh verankern.
00:18:32: Und das ist das, was diese Basisausbildung ist, die mir erlaubt mich in unterschiedlichen Umwelten zusammenziehen.
00:18:38: Das dritte was ich glaube, ganz allgemeiner Faktor ist.
00:18:42: Wir müssen wirklich uns auch öffnen für internationale Erfahrung.
00:18:49: Denn... Auch das ist eine Veränderung!
00:18:54: Die Welt wird trotz aller Bemühungen, dass wir wieder einzufangen, wird globaler und es gibt große Widerstände, was wir daran merken.
00:19:01: Also im Make America Greater Thing ist er damit zu tun.
00:19:04: Wir wollen uns eigentlich nicht dieser Konkurrenz von außen aussetzen.
00:19:09: aber da liegt gerade die große Chance drin.
00:19:12: Wir können, wenn wir talentiert sind unsere Fähigkeiten jetzt auf dem Weltmarkt anbieten.
00:19:21: Und das passiert auch und es können wir auch sogar messen also benommen sprechen.
00:19:24: davon gibt's eine Superstar Theorie.
00:19:26: man fragt sich darüber warum verdienen wir gerade?
00:19:28: ist ja Fußball Weltmeisterschaft?
00:19:29: Warum verdient ein Lernmesse heute viel mehr Geld als einen Pilli?
00:19:35: Die Erklärung dahinter ist das kann man wirklich in Daten auch gut sehen weil der Markt größer ist.
00:19:40: Ein Pelé war nach wie vor früher auf dem lokalen Markt mehr oder minder tätig.
00:19:44: Er war ein Superstar, aber er war ein Weltstar.
00:19:46: Aber die Möglichkeiten, dass seine Personen und seine Tätigkeiten global zu vermarkten waren nicht so gut.
00:19:52: Und das hat sich verändert.
00:19:53: Das kann man sehr gut ... Wo kann man das sehen?
00:19:55: Influencer ist ein gutes Beispiel.
00:19:56: Übrigens einen neuen Berufdienst von der Gang... Ja, wo wir auch gar nicht wissen, wie man sich dafür ausbildet.
00:20:00: Vielleicht gibt es wahrscheinlich schon Influenzaakademie, in denen ich lerne, wie werde ich ein erfolgreicher Influenser.
00:20:06: Aber da sieht man das sehr gut, wie Reichweite spielt.
00:20:09: Die verdienen umso mehr, je mehr Reichweite sie erreichen.
00:20:13: Und dass man Reichweiter erreicht hat dann schon mal mit Talenten zu tun.
00:20:18: und diese Fähigkeiten, das gilt aber auch und es ist sogar ein Influencer, das ist so ein Punkt, aber das passiert zum Beispiel in Marketing.
00:20:24: Da gibt's auf einmal eine Konkurrenz.
00:20:27: von Südostasien sitzen die mir ihre Marketing-Designleistungen jetzt am globalen Markt anbieten.
00:20:35: Früher nicht gekohnt lokale Werbeagentur, man macht das eben vom Standort.
00:20:38: Jetzt ist auf einmal da und wenn sie es gelingt mit ihren kreativen Ideen in den USA ein Werbeauftrag zu bekommen dann kriegen Sie einfach dafür mehr Geld als wenn sie das eben in Philippinen selber noch machen.
00:20:55: Der Widerstand gegen die Globalisierung und gegen die größeren Märkte kommt ja immer von denen, die praktisch an dem oberen Ende der Nahrungskette sitzen.
00:21:03: Weil sie natürlich Angst haben vor Wohlstands- und Einkommensverlust.
00:21:07: Ja eben da stecken Chancen drin.
00:21:09: also insgesamt... Also da bin ich ziemlich fest überzeugt, das wäre ganz merkwürdig wenn es anders anders wäre.
00:21:19: Wenn wir die Digitalisierung, ich sage bewusst jetzt nicht nur KI alles was damit zusammenhängt ist eine Technologie, die eben eine transformative Technologie ist also eine generelle General Purpose Technologie die das Potenzial hat eben wirklich einen großen Backstum schub zu geben in der Kategorie der Dampfmaschine.
00:21:42: Und wir sehen eben, das ist ein ganz gutes Beispiel.
00:21:44: Ich meine Dampfmaschine hat ein bisschen länger auch die also erfunden worden.
00:21:47: bis sie sich dann eben voll durchgesetzt und das volle Potenzial damit passiert ist er noch hundertfünfzig Jahre entlang gegangen aber es hat die Menschheit insgesamt wohlhabender gemacht.
00:21:57: dass das gibt, dass wir nicht mehr eben unsere Arbeitsteilung verbessern etc.
00:22:01: Das sehen wir jetzt hier wieder.
00:22:02: Aber natürlich verändert das auch eben Also das Gefühl nicht jeder gewinnt davon gleich und die Konkurrenzsituation nehmen, nehmen zu.
00:22:12: Also bei der Wettbewerbsmaschine im Berühmte von Gerhard Hauptmann geht es um den Weber-Aufstand, da geht's um die Automatisierung der Webstühle.
00:22:21: Da haben Menschen soziales Leid erfahren.
00:22:26: Und das darf man nicht kleinreden!
00:22:28: Aber wir haben ja gefragt, wie können wir uns darauf vorbereiten qualifizierungstechnisch?
00:22:32: Nicht dadurch dass wir lamentieren und versuchen es abzuschotten.
00:22:35: Das wird uns nicht gelingen!
00:22:38: Es wird uns vielleicht gelingen wenn wir die Digitalisierung zu zähmen indem wir eben versuchen die Ausüchse zu verhindern.
00:22:47: Es wird uns kaum gelingen, diese Dinge die da einfach jetzt auf dem Da sind eben zu sagen, da nehmen wir nicht teil.
00:22:52: Wenn wir das nicht tun dann werden wir noch mehr abgehängt werden und wenn wir dann die Wohlstandsverluste erledigen.
00:22:57: Also dagegen in das Fallen der Messer nicht zu greifen ist keine Lösung.
00:23:01: Wir müssen irgendwie versuchen damit umzugehen.
00:23:04: Und damit ein Weg damit umzugehen ist unsere Suche in die Lage zu besetzen diese Möglichkeiten mit zu ergreifen.
00:23:14: Das heißt jetzt nicht, dass wir erwarten können.
00:23:18: Ich kann nicht jeder der Superstars sein.
00:23:21: Sonst wäre man kein Superstar.
00:23:23: und das ist auch da der Punkt dahinter die Superstars machen dadurch mehr Geld und machen durch mehr Reichweite.
00:23:31: Die anderen, die nicht die Superstars sind, die verlieren dadurch.
00:23:34: Jetzt kann man einfach versuchen eben diese Superstars möglichst viele Superstars zu kreieren.
00:23:40: Das kann man tun.
00:23:43: Und wenn sie dann Superstars sind, sie vernünftig zu besteuern.
00:23:45: So dass sich diejenigen, die nicht Superstars werden können eben auch dafür... Die Gesellschaft profitiert davon, dass es so ist.
00:23:52: Aber das sollte nicht alles nur bei denjenigen landen die dann eben gerade zufällig der Superstar sind.
00:23:59: Das hat ja auch was mit Glück und mit Talent zu tun.
00:24:02: Die habe ich nicht erworben.
00:24:03: Und das kann ich schon eben als Staat.
00:24:06: Das sind Dinge wo ich versuche, da die Einnahmen zu erzählen.
00:24:09: Ich brauche einen Sozialstaat zu haben um diejenigen wie das nicht können zu kompensieren.
00:24:13: Das zweite ist sowas darf nicht unregelbar passieren.
00:24:17: Das ist die Schwierigkeit wenn wir von einem globalen Arbeitsmarkt reden.
00:24:22: Welches Arbeitsschutzrecht greift da eigentlich?
00:24:25: Unsere sozialen Errungenschaften kommen dadurch unter Druck.
00:24:29: Und wie kriegen wir das in den Griff?
00:24:31: Es ist einfacher bei digital vermittelnden Jobs, die lokal nach wie vor eben produziert werden – Uber!
00:24:39: Ein klassisches Beispiel.
00:24:40: Also da können wir, also Uber haben wir in den USA ganz anders reguliert als bei uns wo wir da eben herkommen.
00:24:46: oder wie kommt das Taxiunternehmen Gewerbe unter Druck?
00:24:49: Da sind auch Wettbewerbs entstanden und dann klassische Taxi-Unternehmen haben sich verändern müssen zum Wohl der Kunden vielleicht auch zum Bolabereise.
00:24:58: Aber wir haben es in Europa eben stärker reguliert, weil wir nicht wollen dass da irgendwelche Solo-Selbstständige quasi in der halben Illegalität auch an den Steuern vorbei dann übrigens dann irgendwo ihre Fahrten machen.
00:25:11: also man kann solche lokalen Dinge auch eben regeln und das ist auch die Lösung wie wir mit dem digitalen umgehen müssen.
00:25:19: Wir müssen wenn Dinge in den lokalem Markt hineinkommen müssen wir sicherstellen, dass die dann auch unter den lokalen Standortbedingungen eben auch angeboten werden.
00:25:29: Und das kann man natürlich auch für digitale Serviceleistung machen, die sich jetzt in der Cloud bewegen.
00:25:35: Irgendwo wird Leistung erbracht.
00:25:37: Mein Beispiel mit dem Marketing.
00:25:39: also sie machen eine Werbekampagne von den Philippinen für die oberösterreichischen Nachrichten Naja, dann ist der Leistungsort offensichtlich eben die oberösterreichischen Nachrichten.
00:25:47: Das versucht man aber eben... Also das versuchen die Digitalkonzerne im Moment ganz geschickt irgendwie über den Globus zu verteilen so dass am Ende irgendwie der Leistungspot jetzt hab ich kein Land sagen also irgendeine Insel in Pazifik ist damit man das möglichst davon entwickeln kann.
00:26:02: Da werden wir hinkommen müssen und es wird auch wichtig sein um die Digitalisierungsängste zu nehmen, dass wir es schaffen diese dass nicht zu einem... Also die Möglichkeiten, die da drin stecken den Sozialstaat zu schleifen wirklich auch gegen... Und es ist kein Zufall.
00:26:23: Dass die großen Techunternehmen in Kalifornien, ja?
00:26:27: Die Techmilliardäre dieser Welt eigentlich alle eben starke... oder sehr viele von denen sehr stark propagieren das der Staat sich zurückziehen soll und die das klassische Arbeitgeber-Arbeitnehmerverhältnis auflösen wollen.
00:26:44: Warum machen sie das?
00:26:45: Warum wollen die also einzelne Affilienzer haben, ja zum Beispiel um sich in den USA eben Krankenversicherung zu sparen?
00:26:52: Also der Sozialstaat greift dann nicht, aber gute Arbeitgebers sind verpflichtet da, kompensieren den fehlenden Sozialstaats, was die Gesundheit ausgeht, indem Sie einen guten Gesundheitsplan anbieten.
00:27:02: Wenn ich die Beschäftigten zur Selbstständigen mache Dann müssen sie sich selber um ihre Gesundheitsvorsorge kümmern.
00:27:08: Und das passiert da.
00:27:10: Das ist eine Gefahr, die den sozialen Frieden gefährdet, die Bereitschaft ist, sich der Digitalisierung auszusetzen.
00:27:17: eben und da wird die Politik Antworten finden müssen.
00:27:20: Und es ist eben etwas wo wir auch über nationalstaatliche Grenzen hinaus denken müssen.
00:27:26: Arbeitsmarktpolitik, Sozialpolitik ist in Europa nach wie vor Ländersache, weil wir lange gesagt haben so das ist also auf der auf der lokalen Ebene verortet.
00:27:37: Aber es wird zunehmend eine europäische Sache Eine internationale Sache und es wird dann eben eine wichtige Aufgabe der Europäischen Union sein da Lösungen zu finden.
00:27:47: Das ist nicht ganz leicht wie man das macht Weil man eben sehr unterschiedliche Ausgangsvoraussetzungen hat.
00:27:53: Man möchte auch nicht den Kompromiss auf dem niedrigsten Level haben gibt da jetzt Ansätze, eben mit dem mit dem... einem achtentzwanzigstes Regime zu entwickeln.
00:28:02: Dass man also sagt es gibt eben Möglichkeiten, im Moment wird das auf der Ebene der Unternehmen diskutiert.
00:28:06: ihr könnt auch so sagen, ihr könnt also entweder eure Länderregel wählen oder ein anderes europäisches Regime.
00:28:11: entscheidet euch dann machen wir's entweder so oder so und dann gibst du eine Abstimmung mit den Füßen.
00:28:15: was ist besser?
00:28:16: So einen achtentzwarzigstes Regimen kann man sich durchaus auch vorstellen für die Beschäftigten.
00:28:22: Man könnte sich ja auch vorstellen Also wenn du Arbeitnehmer bist in der Euro Kannst du dich jetzt entscheiden, wirst du jetzt dem oder dem Arbeitsrecht unterliegen?
00:28:30: Ja.
00:28:31: Durchaus kann man sagen.
00:28:32: also ich möchte und gleichzeitig aber auch sagen ja ich nehme das achtentzwanzigste Regime ein europäisches Arbeitsmarktregime wo ich dann möglicherweise eben etwas weniger Kündigungsschutz habe aber dafür eben einen Mindestlohn oder sonst etwas wie mir das ausgestalten kann.
00:28:46: Aber solche kreativen transformativen Ideen werden wir langfrist brauchen weil die Digitalisierung gar nicht so sehr das Problem ist vom Von der reiten Frage, was passiert da am Arbeitsmarkt?
00:28:55: Sondern die Frage der Regulierung von Monopolen, die ihre Macht missbrauchen können.
00:29:02: Sie haben schon einen Enggangs angesprochen.
00:29:05: Sie beraten die deutsche Bundesregierung speziell das Deutsche Arbeitsministerium.
00:29:10: Da passierte jetzt etwas.
00:29:11: Da ist ein Reformpaket geschnürt worden über dessen... Wirksamkel, man kann das wahrscheinlich diskutieren.
00:29:17: Aber es ändert sich was.
00:29:18: und es änderte sich dort etwas beim Kündigungsschutz für Besserverdienende.
00:29:24: Was sind sie dort positiv umgesetzt oder in Umsetzung?
00:29:29: Wo ist noch Luft nach oben?
00:29:31: Na ja, das geht jetzt ziemlich so.
00:29:32: Es ist am Ende also eine lange Liste, die ist nicht alles, was mit Arbeitsmarkt zu tun hat.
00:29:41: Es ist sehr vorsichtig, wenn man es insgesamt sehen wird.
00:29:43: Weil man sich wirklich an die ganz harte Dinge nicht ran traut, die man da hätte.
00:29:49: Also eine Thematik, Sie haben das erwähnt mit dem Kündigungsschutz, also es gibt immer so eine Theomatik zwischen wie streng soll der Kündigungsschutz sein?
00:29:58: im Verhältnis brauchen wir mehr Flexibilität?
00:30:00: Die Antwort ist nicht ganz leicht.
00:30:01: Also wenn man sich die Forschung dazu anguckt, Deutschland hat schon auch in den vergangenen Jahren zur ERA-Kohl mehrfach am Kündigungsschutz gedreht, hat also mehrfach mal gelockert und wieder gestränger gemacht.
00:30:12: oder es ist gut für uns Forschende, die dann eben das auch evaluiert haben mit dem Ergebnis da ist nicht viel herausgekommen.
00:30:18: Warum?
00:30:19: Weil der Markt in weiten Teilen eben solche Kündigungsschutzregeln auch mit aufnimmt.
00:30:26: zentrales theoretisches Ergebnis in dem Punkt ist, wenn die Beschäftigten stark sind und mit ihrem Arbeitgeber aushandeln können.
00:30:34: Dann wird so ein Königungsschutz oder ein blockererer Königungsschutz einfach kompensiert, dass man ein höheres Gehalt dafür bekommt.
00:30:41: Und deshalb was jetzt beschlossen worden ist.
00:30:43: in Deutschland sagt also wer über hundertsechzigtausend Euro im Jahr BOTOMETO Einkommen hat bei denen wird der Kündigungsschutz ausgesetzt.
00:30:52: das sind Leute die also typischerweise eine starke Verhandlungsposition gegenüber dem Arbeitgeber haben.
00:30:58: Das wird dann einfach gelöst, indem man sagt, na ja, dann müssen wir vereinbaren für den Fall dass jetzt das Arbeitsverhältnis auseinander geht um Abfindungszahlung.
00:31:08: Jetzt kommt mal wieder.
00:31:10: Frade ist Fußball eben, Julian Naderitzmann hebt jetzt seinen Job, er kündigt jetzt freiwillig... Er muss gar nicht gekündigt werden aber kriegt sieben Millionen hinterher geworfen wenn er jetzt eben seinen Job aufgibt freiwillige Ja so braucht derjenigen, braucht den Kündigungsschutz, erinnert das was.
00:31:24: ob wir Kündungsschutz haben?
00:31:25: Nein nichts.
00:31:27: Also man geht wie der Haarscharf an den eigentlichen Problem vorbei.
00:31:32: Was ist eine Thematik?
00:31:35: In vielen Bereichen haben wir auch so eine Spaltung, also in Deutschland ganz stark.
00:31:38: Wir haben einen ungeriegelten Sektor zum Beispiel geringfügige Beschäftigungsverhältnisse wo der Königungsschutz nicht greift.
00:31:44: und was macht es für Arbeitgeber die jetzt also Flexibilität brauchen?
00:31:47: da reden wir jetzt nicht über die Leute die hundertseptzigtausend Euro verdienen, sondern verdienen wir aber ganz viele geringqualifiziert oder Frauen die ein zweitjob haben.
00:31:54: Da schaffen wir ein Sektor, der ist ungeschützt.
00:31:56: Der hat keinen Kündigungsschutz und da haben wir einen Kündigenschutz.
00:31:59: Das ist schlecht!
00:32:01: Und das sehen wir in extremerer Formen in Südeuropa.
00:32:04: Spanien hat ein Riesenproblem damit aber auch Italien.
00:32:07: es gibt wenn man einmal im Arbeitsmarkt ist in so einem umgeschützten Beschäftigungsfeld sind quasi alle wie Beamte und können nie wieder gekündigt werden.
00:32:13: und daneben gibt's einen wachsenden Sektors wo Leute ungeschürzt sind.
00:32:18: Eine riesige Spaltung.
00:32:19: zum Beispiel junge Menschen kommen nicht in diese geschützsten Jobs rein sind extreme sozialer Sprengstoffe da drin und das ist schlecht.
00:32:26: Also Lösungen, die gut aussehen ist.
00:32:28: wir müssen versuchen eben möglichst alle von Arbeitsverhältnissen gleich zu behandeln.
00:32:34: Und der Antwort wäre dann naja wenn man so möchte dann muss man den Kündigungsschutz also an klare Regeln binden.
00:32:38: Man braucht auch nicht einfach sagen es gibt Kündungsschutz es gibt Nicht-Kündungschutz sondern es gibt Österreich ist ja ein bisschen in diese Richtung auch gegangen und sagt es gibt eben bindliche Abfindungszahlungen Und die steigen länger ich in Betrieb bin, weil die soziale Harte dann steigt.
00:32:53: und eventuell differenziert man das auch noch aus nach der Unternehmensgröße nach der Stärke des Unternehmen.
00:32:57: Also starke Unternehmen sollten ihren Beschäftigten wenn sie los werden möchten eben auch eine höhere Abfindung zahlen.
00:33:03: Wo erkennt man ein starkes Unternehmen dran?
00:33:06: Sie zahlen insgesamt ihren Beschäftigten höhere Löhne als andere.
00:33:09: Das wäre ein Punkt wo man dann eben versucht die Arbeitnehmerinnen zu schützen so wie es ist damit man eben nicht die Wirkwürde hat und gleichzeitig eben die Flexibilität herstellt, ohne dass man so eine Spaltung hat.
00:33:23: Das ist eine ganz wesentliche Wunschregel.
00:33:26: Ansonsten wird gerne das versuchen wir auch immer der deutschen Regierung versucht nahezubringen zu belegen was sind eigentlich Dinge, die jetzt irgendwie helfen oder nicht?
00:33:36: Also bei dem Königenschutz haben wir sehr deutlich gesagt, das könnt ihr jetzt machen aber es ist nicht der große Bringer.
00:33:43: Es gibt so andere Fragen, also im.
00:33:46: Mindestlöhne sind in Deutschland immer ein Thema gewesen oder am Anfang gesagt ist das ganz schlecht.
00:33:51: Wenn man einfach eine einfache Ökonomie erstes Stunde Studium lernt, dann hat man eben höherer Lohn gleich weniger Beschäftigung.
00:34:02: Das an der Weise ist es nicht eingetreten, sagt auch die ökonomische Theorie dass das nicht so sein muss.
00:34:07: Wenn Mindestlohn kann auch mehr Beschäftigung schaffen je nachdem wie die Verhältnisse am Arbeitsmarkt sind.
00:34:13: Es starten davon ab wie stark der Arbeitgeber in einer starken Verhandlungsposition ist gegenüber den Beschäftigten.
00:34:18: Also ein Arbeitgebers und ganz viele Menschen die verzweifeln haben Job suchen.
00:34:22: dann ist der Mindest lohn etwas was tatsächlich auch Beschäftigungen schaffen kann.
00:34:31: Warum ist damit keine Beschäftigung verloren gegangen?
00:34:35: Weil die Beschäftigten jetzt in anderen Betrieben sind.
00:34:40: Der Mindestlohn hat dazu geführt, dass sich Unternehmen, die vom Mindest lohn gar nicht so betroffen waren, weil es gute Unternehmen sind, die hohe Löhne zahlen können und sich besser entwickelt haben als schlechte Unternehmen, welche eben niedrige Löhnen zahlen.
00:34:50: Deshalb viele Leute haben sie von Mindest Lohn betroffen.
00:34:54: Das ist gut!
00:34:56: Ja, die haben ihren Job nicht verloren.
00:34:58: Im Zweifelsfall ist das Unternehmen, das geringproduktive Unternehmen von einem produktiven Unternehmen übernommen worden sind jetzt bei einem Arbeitsgeber der gar keinen Mindestlohn zahlt weil er eben generell so produktiv dass es tun wird.
00:35:08: Das ist ein ganz ganz wesentlicher Punkt.
00:35:11: was es zeigt ist wenn Arbeitskräfte knapp werden und das werden sie im demografischen Wandel dann müssen wir diese Arbeit dahin bringen wo sie am produktivsten eingesetzt wird.
00:35:20: und was wir beobachten ist dass viele Beschäftigte nicht in ihrer Produktivsten ... Verwendung sind.
00:35:26: Wie stellen wir das fest?
00:35:27: Wir können natürlich nicht den einzelnen Beschäftigten sehen, aber... ...wir Menschen sind dann am Ende doch durchaus fallen in bestimmte Kategorien und wir Arbeitsmarktforscher.
00:35:36: Wir können den gesamten Arbeitsmarkt quasi tagesgenau beobachten.
00:35:40: Wir wissen was Leute verdienen.
00:35:43: beschäftigt mit verdienen, das können wir in Österreich auch seit vielen Jahren.
00:35:46: Das heißt, wir wissen was die Menschen bisher gemacht haben und wir wissen etwas vergleichbarer Menschen, die bis jetzt die gleichen Karriere gemacht haben in ihrem Umfeld mit dem gleichen Beruf verdienen.
00:35:56: Und da sehen wir eben massive Lohnunterschiede.
00:35:59: Das ist kein neues Phänomen, da gibt es schon sozialwissenschaftliche Studien aus den neunzehnten oder fünftiger Jahren, die das auch schon zeigen.
00:36:05: also das war schon immer so.
00:36:08: aber Wenn wir mit knappen Ressourcen besser umgehen wollen, dann müssen wir eben davon umgehen dass die Menschen aus diesem Job wo sie nicht so viel verdienen und mal einen kleinen Job wieder zu dem Arbeitgeber kommen der ihnen für den Gleiche wie ihre Qualifikation mehr zahlen würde.
00:36:22: Und der Mindestlohn eine Nebenwirkung dieses Mindestlohns in Deutschland ist das genau das passiert.
00:36:28: ein anderer Weg der man auch machen kann ist eben den Menschen mehr Informationen geben Und das ist etwas, was darauf findest du.
00:36:36: Aber Menschen sind vielfältig und einfach nur zu sagen also der Durchschnittslon von, weiß ich nicht, Kassiererinnen oder sowas oder von Journalisten ist so viel Euro?
00:36:48: Das ist zu wenig.
00:36:49: Wir haben in Österreich ja schon die Interessante anders als in Deutschland diese Regel, dass man dann eben in der Stellenanzeige auch das so ein Mindesteinkommen reinnehmen muss.
00:36:56: Ein bisschen Inweis darauf, was könnte ich denn verdienen Aber das Nutzenarbeitgeber zum Beispiel nicht hinreichen genau.
00:37:03: Viele sagen dann sozusagen, dass Minimum und was da tatsächlich rauskommt wollen sie gar nicht offenlegen.
00:37:08: Versteht man auch wenn der Konkurrenz nichts zeigen will, was die tatsächlichen Löhne ist?
00:37:11: Aber Studien zeigen, dass wenn man das täte, man bessere Arbeitskräfte anziehen würde uns eine Fachkräfteengpässe reduzieren könnte.
00:37:19: also man ist zu konservativ Aber ich muss gar nicht sagen, der einzelne Arbeitgeber tut das.
00:37:24: Es wird schon reichen wenn das Arbeitsmarkt-Service eben ein Brief verschicken würde und sagen würde hier wie du kennst dich, dass ist deine Biografie und mit deinem Umkreis gibt es bei einem Konzern von zwanzig Kilometer eben der Durchschnittseinkommen ist so und so hoch.
00:37:38: Da muss ich gar nichts sagen.
00:37:39: bei dem und dem Arbeitgebern aber den Leuten werden sie dann feststellen oh im Durchschnitte verdiene ich zu wenig bin ich eher unten?
00:37:45: Dann verändert das die Haltung dazu.
00:37:48: man sucht möglicherweise schaut sich mal um Und das ist nicht einfach nur Theorie, da gibt es Studien die genau das tun.
00:37:54: Die also eben auch diese personalisierten Informationssysteme sind ein Ding was wir tun können mit der Digitalisierung wenn wir quasi gewohnt sind automatische Puschnachrichten zu bekommen von irgendwas.
00:38:07: genauso können Arbeitsmarktbehörden das tun.
00:38:10: Im Moment kümmern sich Arbeitsmarktservice und Arbeitsmarktinstitutionen immer noch sehr stark um die Arbeitslosen Was auch richtig ist, die müssen wir denn beschäftigen.
00:38:20: Die wichtige und wachsende Klientel ist tatsächlich, die Beschäftigten zu adressieren.
00:38:25: Nicht so warten bis der strukturelle Wandel dafür gesorgt hat dass man den Arbeitsplatz verloren hat und dann eben da noch zurequalifizieren sondern den Menschen sehr früh zu sagen und ich soll nicht mehr dazu sagen du könntest jetzt mit deinem mit deiner Qualifikation in eben im näheren Umweis zwanzig Prozent mehr verdienen.
00:38:43: Sondern auch zu sagen die Wahrscheinlichkeit mit dein einem spezifischen Profil das deinen Arbeitsplatz verlorent geht in den nächsten fünf Jahren ist siebzig Prozent oder null, oder zwanzig.
00:38:56: Auch das hilft und das können wir also man könnte nicht sagen natürlich eben diese individuelle die individuelle Wahrscheinlichkeit kann sich bei dem für der einzelnen Person ganz anders darstellen.
00:39:07: aber Die Information, ein Risikobewusstsein dafür zu schaffen dass der Arbeitsplatz gefährdet ist.
00:39:13: Das ist ein sehr wichtiges Ding.
00:39:14: teilweise wird es passiert.
00:39:15: das Arbeitsmarkt also es gibt so Rechner jetzt auch in Österreich gibt die Deutsche in Deutschland gibt es einen Rechler eben so ein Automatisierungs-Wahrscheinlichkeitsrechner Der ist nicht genug personalisiert weil das auf der Berufsebene stattfindet.
00:39:27: man könnte viel weiter runter gehen.
00:39:29: und diese Dinge das sehen wir.
00:39:31: Dänemark ist da ein Land wo was da sehr weit ist mit dem mit den mit der personalisierten Arbeitsmarktpolitik wie wir das nennen über die Digitalsysteme über die Arbeitsmarktservice.
00:39:43: Wir sehen, dass das dazu beiträgt, dass diese in seinen Reallokationen am Arbeitsmarkt also das wechseln, die Mobilität im Arbeitsmarkt zu erhöhen, dass man eben nicht einfach wartet bis es irgendwie mehr geht weil der Arbeitgeber auf einmal eine Krise ist.
00:40:01: Dass diese präventive Mobilität und dieses Suchen nach den besten besten Opportunitäten.
00:40:07: Dass das eben, dass man das anreizen kann durch Informationen und das ist eine ganz, ganz wichtige Form der Versicherung.
00:40:14: Wir dürfen nicht warten bis das Kind in den Boden fällt sondern wir müssen diese Informationen die jedes Digitalunternehmen Amazon empfiehlt uns das Lists des Buchwurste vielleicht ein bisschen, es passt nicht immer aber manchmal stimmt schon.
00:40:28: Wir müssen zu Äquivalenten kommen, dass die Arbeitsmarktpolitik proaktiv den Leuten ihre Risiken zeigt und eben ihnen aufzeigt, wie sich verändern müssen.
00:40:36: Übrigens auch in ganz anderen Dingen wenn es um die Frage geht der Pension also eine sehr realistische aktive Information darüber wie sich Arbeitsmarktentscheidung heute, vierzig Jahre später auswirken, wenn ich im Rentenalter bin das ist wichtig.
00:40:53: da gibt's die Tools natürlich man kann sich einloggen und eben auf dem Pensionskonto rumspielen.
00:40:59: Wie ist es denn?
00:41:00: nur die wenigsten Leute tun das.
00:41:02: Und da ist der ganz klassische alte Brief, in dem man eben quasi eben die Information hinlegt und sagt so wenn du so weitermachst dann hast du im Alter eine Absicherungslücke.
00:41:12: Das wird sich auch in Österreich eben auf Dauer wird es größer werden um dieses Bewusstsein dafür zu schacken.
00:41:20: Das ist ein Weg wie wir Menschen proaktiv durch bessere Informationen nicht durchschauen können.
00:41:26: logischerweise nicht weil sie nicht wissen was dieses große agrige Bild wie die Opportunitäten ist.
00:41:33: Wir müssen diese Informationen, wir müssen die Fähigkeit dass wir Daten auch im Arbeitsmarkt mehr in Echtzeit beobachten können.
00:41:40: Müssen wir nutzen damit die Menschen so berähnere Entscheidungen treffen können.
00:41:44: und das ist eine genuine Aufgabe für den Staat weil natürlich gibt es auch private Unternehmen die das tun wollen also so LinkedIn und irgendwie versuchen alle irgendwo uns da diese Arbeitvermittlung zu privatisieren.
00:41:58: Ja, war ein Problem.
00:42:00: Die haben gar nicht das Interesse daran, dass sie eben die Menschen in die Weste produktivste Verwendung, die haben den Rest daran, daß sie Geld machen und das können... weil das so ist, das nicht im Sinne des natürlichen privatwirtschaftliches Profiziel ist.
00:42:17: aber der Staat hat das Interessen daran, es die Menschen wirklich in das Produktivste, in den Produktivsten Nutzung ihrer Fähigkeiten kommen und das bleibt Auf langer Sicht eine staatliche Aufgabe.
00:42:29: Letzte Frage, Herr Pomin.
00:42:31: Das ist das Eine ist was die Leute verdienen.
00:42:34: Das Zweite ist dass sich die Unternehmen im internationalen Wettbewerb an Lohnkosten leisten können.
00:42:42: Da schaut es ja eher so aus als ob Österreich und Deutschland ein Wett bewerbsfähigkeits verloren haben auch weil offenbar die Leute zu teuer sind.
00:42:50: nur täuschtes Eintrub Ja, also da muss man ein bisschen unterscheiden.
00:42:55: Also die österreichische Entwicklung ist ein bisschen anders als in Deutschland.
00:42:59: Also natürlich, das ist mal grundsätzlich vom Niveau her natürlich, also Deutschland und Österreich sind Hochlohnländer.
00:43:08: Das kann man sich auch leisten einen hohen Land zu sein wenn wenn man entsprechend eben auch die Produkte dafür hat.
00:43:15: Also denken wir an das Silicon Valley, was da für Gehälter gezahlt werden.
00:43:20: Das kann man sich leisten, wenn man damit eben auch Google, was weiß ich, jetzt thirty- vier Milliarden Euro Gewinn im letzten Jahr in den letzten Quartal gemacht.
00:43:29: Da kann ich mir hohe Gehäuter leisten.
00:43:31: So ein Problem ist eben dass die Produkten, die wir haben nicht immer Also nicht mehr eben notwendigerweise diese hohen Preise rechtfertigen, weil andere Länder aufgeholt haben.
00:43:42: In dem Wettbewerb sind die Chinesen ein ganz wichtiger Konkurrent, weil sie auch gerade im Technikbereich, im Engineering-Bereich, im Automobilbereich und in der Mobilität massiv an Wettbeswerbsfähigkeit gewonnen haben kombiniert mit dann doch einen deutlich niedrigeren Lohnniveau, eben das auch zu günstigeren Preisen anbieten können.
00:44:10: Aber trotzdem dürfen wir es nicht unbedingt überschätzen, aber der Anteil der Lohnkosten ist zum Beispiel im Vergleich zur Energie.
00:44:19: Wenn wir das mal als Gegenbeispiel nehmen auch gerade in den Industrieen vielen Industriebetrieben ist der Antteil der Lohenkosten an den anderen Wertschätzung viel höher als der Anzahl der Energiekosten.
00:44:29: wenn man jetzt also in bestimmte Bereiche der Chemieindustrie oder sowas geht.
00:44:32: Das heißt dass ist schon ein wichtiges Thema was da passiert, wenn man gleichzeitig eben möglicherweise eben nicht mehr so und technologischen Grenze ist, dass man mit seinen Produkten die Leute überzeugen kann.
00:44:44: In Österreich kommt dazu das wir in den letzten Jahren eben gesehen haben, also die Inflation war nicht nur in den vergangenen Jahren sondern schon seit Anfang der Jahr-zwei-tausendzehner Jahre kontinuierlich höher als im Euroraum.
00:44:57: Also durch die Benja Formel eine ziemlich automatische Kopplung eben an der Gehälter, an den Infektionen.
00:45:06: Und wenn sie höher ist dann habe ich halt also alleine aus diesem Grund heraus eben eine stärkere Lohn-Kostenentwicklung als sich das in anderen vergleichbaren europäischen Ländern haben.
00:45:14: Das sehen wir schon dass eben diese Schere auf diesem Sinn eben aufgegangen ist und dass es ein zusätzliches zusätzlicher Effekt ist.
00:45:26: wie Das muss nicht so sein.
00:45:28: Also das hat man vielleicht ein bisschen spät gemerkt, weil es so schleichend sich aufgetan hat.
00:45:33: also wenn das mal ein halbes Prozentpunkt ist oder noch weniger, so einen Zehntelprozent-Unterschied, dann merkt man das nicht so richtig und dann läuft das so langsam auf.
00:45:41: Es ist größer auffällig geworden als wir jetzt eben die großen Inflationen Schock hatten Und da hat man am Anfang eben auch nicht so ganz exakt, also trotzdem weiterhin den alten Regeln gefürgt.
00:45:52: Weil man auch irgendwo die natürlich auch in diesem Inflation-Shop verarbeiten muss und das darauf auch getrimmt ist weil ja auch die Ausgaben viele auf der Kostenseite viele Dinge an die Inflationskoppel sind.
00:46:02: Man hat jetzt ein bisschen gegengesteuert.
00:46:04: Also jetzt hat man also eben die letzten Lohnabschlüsse, die wir gesehen haben dann ja schon das gezeigt was eigentlich auch was die Sozialpartnerschaft auch ausmacht was sich auch am Leben erhält, nämlich dass man darauf reagiert.
00:46:15: Wenn jetzt also auch mal merkt okay, irgendwie haben wir uns damit jetzt ein Wettbewerbsprobleme und Kostenproblemen aufgehandelt.
00:46:22: Und deshalb haben wir jetzt eben zunehmend wieder Abschlüsse auch unter der Inflation gesehen.
00:46:28: Wir haben auch eine Flexibilität gesehen.
00:46:29: Ich glaube auch das ist wichtig.
00:46:30: wenn wir über Lohnkosten sprechen dann ist es sowohl auf der Ebene der Branche sehr unterschiedlich wie groß der Lohn-Kosten das Problem ist Aber auch innerhalb der Branchen sehr unterschiedlich.
00:46:45: Wenn ich vorher davon gesprochen habe, dass wir ja eben Hochlohnunternehmen haben, Niedriglohn-Unternehmen und sein Menschen wechseln können mit ihrem Job.
00:46:52: Das zeigte schon da gibt es eben produktivere Unternehmen die besser aufgestellt sind und schlechter ausgestellt sind.
00:46:58: Die kriegen jetzt alle die gleiche Lohnerhöhung?
00:47:01: Nein, also das produktive Unternehmen kann sich möglicherweise auch diese Lohnhöhungen leisten.
00:47:06: Auch im internationalen Wettbewerb weil man eben ein gutes Produkt anzubieten hat als das andere.
00:47:11: und dementsprechend was heißt das?
00:47:13: es muss eine starke Ausdifferenzierung der Abschlüsse geben und die wird auch die Möglichkeiten geben, eben davon abzuweichen nach Bedarf.
00:47:22: Wenn also Öffnungsklausern zu vereinbaren damit man eben wenn der Schluck aus der Lohnpolizei groß ist für das einzelne Unternehmen Man mit der Belegschaft des Unternehmens, des einzelnen Betroffenen Unternehmens aushandeln kann.
00:47:37: wir müssen davon abweichen denn wenn es darum geht den Leuten Also wenn es um ihren eigenen Job geht und sie unmittelbar sehen können, dass dieses Opfer eben das ihren Job erhalten können.
00:47:50: Wenn Sie da nur zurückhaltung üben dann sind viele Menschen bereit das zu tun.
00:47:55: auch das ist nicht unbedingt der alleinige Königsweg weil man natürlich auch sagen kann wenn man das wenn er so ist dann bleibt natürlich auch unternehmen wir eigentlich gar nicht überlebensfähig sind oder nur überlebendsfähig ... wenn sie eben also wirklich ihre Arbeitkräfte ausbeuten, eben im Markt.
00:48:12: Aber dann reift wieder das was vorher ein Thema war in unserem Gespräch?
00:48:17: Naja aber wenn die wissen da gibt es andere Unternehmen, die können diese Lohnsteigerung tragen... Dann werden Sie wechseln!
00:48:24: Und das ist dann und dann geht's darum dass wir eben die Wechselmöglichkeiten haben.
00:48:29: Ich habe am Anfang jetzt viel über Informationspolitik und so weiter gesprochen.
00:48:33: Das macht das ein bisschen Das tut so ein bisschen einfacher.
00:48:35: Natürlich ist es nicht ganz... Es gibt natürlich auch objektive Wechselkosten, also wenn das zum Beispiel ist dass das Unternehmen was mehr was produktiv ist eben jetzt nicht in Linz sitzt sondern in O'Connor sitzen in Vorarlberg dann ist das eben nicht einfach zu sagen, ja dann pendelst du dahin?
00:48:52: Dann ist da mit einer Wechsel... Dann muss ich mich verändern und dann spielen auf einmal solche Fragen eine Rolle.
00:48:57: wie ist der Wohnungsmarkt eigentlich aufgestellt?
00:49:00: Es ist ein interessantes Thema, weil es viel zu wenig beachtet wird oder jetzt langsam so zunehmend die Diskussion kommt.
00:49:06: Weil eben gerade auch an sich der steigenden Mieten und auch an Gesicht der steigenen Schwierigkeiten Wohnungen zu finden.
00:49:13: Das ist ein Mobilitätshämnis, wenn der Wohnungsmarkt nicht vernünftig funktioniert.
00:49:17: Dass man eben nicht wandern kann und da muss man eben dran.
00:49:20: also die eine umfassende gedachte Arbeitsmarktpolitik ist viel mehr als jetzt nur dafür zu sorgen dass die Menschen selber in die Lage versetzt werden sich zu requalifizieren oder eben auch tatsächlich den Arbeitgeber zu wechseln sondern da hängen viele viele Themen daran.
00:49:38: die Bildungssituation der Kinder, wenn da Kinder damit ziehen müssen und man von Bundesland zu Bundesland mit einem anderen Curriculum versehen ist.
00:49:45: Das sind unheimlich hohe Kosten, die damit verbunden sein können.
00:49:48: Selbst innerhalb eines relativ kleinen Landes wie Österreich – ich rede jetzt noch gar nicht von der Situation, dass natürlich möglicherweise auch EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit der beste Job vielleicht gar nicht in Österreich ist, sondern in Nordschweden.
00:50:02: Da bleibt in Arbeitsmarktforschung noch viel Arbeit, das zu erruieren und Verbesserungen zu bringen.
00:50:07: Herr Bonini, ich bedanke mich sehr herzlich fürs Gespräch für diesen unfassenden Überblick von Messe bis zu den Wehbarn!
00:50:15: Meine sehr verehrten Damen und Herren, Ihnen danke ich fürs Zugehen.
00:50:17: Ich hoffe Sie sind bei der nächsten Folge vom Geldendleben wieder dabei.
00:50:21: einen schönen Tag.
00:50:21: Auf Wiedersehen!
00:50:22: Übrigens hören sie unseren Finanzpodcast auch auf allen gängigen Plattformen.
00:50:29: Bis zum nächsten Mal.
00:50:34: Vielen Dank fürs Zuhören.
00:50:35: Wir freuen uns über eure Nachrichten an Podcasts atnachrichten.at, folgt uns gerne auf der Podcast-Plattform eures Vertrauens und kennt ihr schon unsere anderen Podcasts?
00:50:48: Schaut doch mal nach auf nachrichtenat slash Podcasts!
00:50:52: Bis zum nächsten Mal.
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