#075 – Müssen wir uns um Frankreich Sorgen machen, Herr Feld?
Shownotes
Der deutsche Ökonom Lars Feld spricht im OÖN-Podcast "Geld & Leben" über die prekäre Lage von Frankreich, die steigende Staatsverschuldung der USA und Japans Schuldenberg.
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00:00:05: Geld und Leben, der Finanzpodcast der Oberösterreichischen Nachrichten von und mit Wirtschaftsressorleiter Dietmar Mascha.
00:00:15: Schönen guten Tag meine sehr verehrten Damen und Herren!
00:00:17: Willkommen bei einer neuen Ausgabe unseres Podcastes Geld und Lieben.
00:00:23: Wir weinen heute unser neues Podcaststudio ein und ich freue mich, dass sich das mit einem sehr prominenten Gast aus Deutschland tun darf.
00:00:30: Denn es geht heute um Deutschland und seine Rolle als Wirtschaftsmotor oder nicht mehr Motor in Europa.
00:00:38: Über Jahrzehnte hat Deutschland die wirtschaftliche Entwicklung Europas geprägt, hat grandiose Unternehmen hervorgebracht, war Kulminationspunkt der Automobilindustrie – und jetzt schwächtelt Deutschland ein wenig!
00:00:53: Die Politik ist sich mit einem massiven Rechtsruck konfrontiert, die Dinge versprechen, deren Finanzierung alles andere gesichert ist.
00:01:04: Wie geht es mit Deutschland und Europa weiter?
00:01:07: Darüber spreche ich heute mit meinem Gast Professor Lars Feldt.
00:01:11: Herr
00:01:11: Prof.,
00:01:11: ich freue mich, dass Sie bei uns zu Gast sind!
00:01:14: Ja, wunderschönen guten Tag.
00:01:15: Freu mich hier zu sein!
00:01:17: Vielleicht ein paar Worte zu Ihnen?
00:01:18: Sie sind einer der renommiertesten Wirtschaftswissenschafter Deutschlands, waren zehn Jahre im Sachverständigenrat, im Wirtschaftsweisenrat in Deutschland – das ist jenes Gremium wo die renommierendsten Wirtschaftswissenschafter die Politik und die Wirtschaftspolitik Deutschlands beurteilen.
00:01:37: Sie sind Stammgast in zahlreichen Talkshows vor allem sind sie aber Professor für Wirtschaftspolidik in Freiburg Und sie war noch Berater von FDP-Finanzminister Christian Lindner.
00:01:48: Herr Prof.
00:01:48: Feld, Sie vertreten eine ordoliberale Wirtschaftspolitik also Sinn für die soziale Marktwirtschaft einen schlanken Staat und Wettbewerb.
00:01:58: ist diese Politik schon gescheitert?
00:02:00: Naja es ist ja immer wieder eine Frage inwiefern man zu Korrekturen der sozialen Marktwirtschaft fähig ist um dafür zu sorgen dass dieses Modell am Ende eben nicht scheitert, dass man also jetzt nicht in das ein oder andere Extrem verfällt.
00:02:16: Ein sozialistisch gesteuertes System oder einen radikaleren Marktliberalismus, wie er zuweilen in den USA gefordert wird oder wir wenn man China genau betrachtet ja dort erstaunlicherweise in vielen Komponenten auch enthalten ist, also ohne viel soziale Korrektur.
00:02:35: Also insofern sehe ich das Modell nicht als gescheitert an, aber es ist sozusagen immer wieder notwendig daran zu erinnern dass der Staat dann am wirkmächtigsten ist wenn er über den Interessengruppen steht, Rahmenbedingungen setzt und sich so aus dem täglichen kleinen Klein des Wirtschaftens raushält.
00:02:55: Wenn er Preise setzt, preisteckel werden ja immer wieder diskutiert für Benzin und Diesel beispielsweise an den Tankstellen oder Die Mietenregulierungen, die wir sehen, da werden auch Preise gesetzt.
00:03:07: Ist das meistens schädlich?
00:03:09: Ähnlich auch bei Subventionen und der wird auch so ins Klein-Klein hineingekriffen.
00:03:13: Das sind so vom Grundsatz her Beispiel wo man wirklich einen zusätzlichen Begründungsbedarf sieht wenn man audioliberal unterwegs ist.
00:03:20: Jetzt war Deutschland über Jahrzehnte die Wachstumslokomotive in Europa, war jenes Land wo also wirklich Wirtschaftspolitik gemacht und geschrieben worden ist.
00:03:30: Und jetzt scheint Deutschland ein wenig zu schwächen nicht nur als einziges Land auch Österreich macht es ähnlich nach.
00:03:38: aber ist das deutsche Modell gescheitert?
00:03:42: Nein das würde ich auch nicht sagen dass es geschadet hat.
00:03:45: Da wird immer gerne gesagt, das Modell Deutschlands war doch die vergangenen Jahre.
00:03:48: Man hat sich auf billige Energie aus Russland gestützt, hat die Landesverteidigung von den USA bezahlen lassen und einen Exportaufschwung wegen China erlebt.
00:03:59: Aber man muss es einfach auch in längeren Linien betrachten.
00:04:01: Immer dann wenn größere Veränderungen von außen kommen – auch sollte sie von innen kommen – ist Deutschland in der Lage, Wirtschaftspolitisch umzusteuern.
00:04:10: Das war schon so... zum Ende der Siebzigerjahre, Anfang Jahr-Ninzehn-Achtziger mit Helmut Kohl.
00:04:16: Da hat man die beiden Ölpreisschocks gehabt und musste darauf reagieren.
00:04:19: Das hat Kohl ziemlich erfolgreich gemacht.
00:04:22: Das ging dann auch in den Neunzigerjahren so, als die Wiedervereinigung kam.
00:04:26: Da hat man am Anfang viel richtig gemacht und musste dann die Fehler mit Reformen korrigieren – das hat Schröder erfolgreich durchgeführt!
00:04:34: Also wir haben immer wieder wenn Weichenstellungen kamen, wenn eine Wegabelung kam eben uns auch politisch in der Lage gezeigt umzusteuern.
00:04:43: Deswegen würde ich nicht sagen dass dieses Modell in seinen Grundfesten jetzt so erschüttert ist,
00:04:51: Sie haben gerade Kohl angesprochen, Sie haben Schröder angesprochen.
00:04:55: Das waren zwei Kanzler die es geschafft haben auf Dinge die richtigen Antworten zu finden.
00:05:02: Sehen sie die richtige Antwort auf die jetzigen Herausforderungen in der deutschen Politik?
00:05:08: In der Reformdiskussion finden sich Elemente die richtige Antworten sind und es finden sich leider auch viele Elemente, die in die falsche Richtung gehen Und im Moment ringt die Bundesregierung mit sich die notwendigen Reformen durchzuführen.
00:05:21: Wir werden sehen, wie viel sie davon schafft.
00:05:24: Ich werde natürlich als Ökonom nie ganz zufrieden sein weil ich weiß das mehr geht.
00:05:29: aber auch schon ein Einstieg in der Reformpolitik ist ein wichtiger Schritt und insofern hoffe ich schon dass die Bundesregierung das jetzt schafft.
00:05:37: da war ja schon im vergangenen Jahr einen Herbst der Reformen angekündigt.
00:05:40: vielleicht klappt es ja diesen Herbst.
00:05:42: Also der Herbst hatte schon begonnen.
00:05:44: Sehen Sie die Schritte schon in die richtige Richtung?
00:05:46: Naja, wir haben ja die Anstöße dann schon vor der Sommerpause gesehen.
00:05:51: Es ist auch ein erster Schritt unternommen worden durch die Gesundheitsreformen.
00:05:55: Es sind weitere Schritte vorgesehen.
00:05:58: es gibt einen, ja, noch vierunddreißig Punkte Papier der Bundesregierung indem festgehalten wird welche Reformschritte man unternehmt.
00:06:08: Es ist auch nicht so, dass alles was da drin enthalten ist in dem Unternehmensektor schmeckt.
00:06:13: Aber ich glaube schon das die Balance, die da angesprochen ist zwischen unterschiedlichen Interessen im politischen Interessen in Deutschland gewahrt bleibt und deswegen sollte man auf Basis dieses Papiers jetzt die Reform noch umsetzen.
00:06:27: Wichtige Komponenten sind die Rentenreform an der wird sich viel entscheiden.
00:06:31: Aber eine Rentnerin, vor allem das wissen wir auch in Österreich ist ein Megaprojekt und eines an dem Regierungen scheitern können.
00:06:38: Weil natürlich sehr viele Menschen Angst haben dass ihnen etwas Geld genommen wird.
00:06:44: Vor allen Dingen der Konstellation die wir in unseren beiden Ländern haben.
00:06:47: man muss ja sehen dass sowohl in Deutschland die CDU CSU und die SPD als auch in Österreich ÖVP und SPÖ sehr stark von den älteren Menschen gewählt werden.
00:06:56: Und zwar nicht nur denen, die im Ruhestand sind sondern auch so den über-fünfzigjährigen, die noch ein paar Jahre vor sich haben bevor sie den Ruhstand kommen – und die wollen möglichst keine Abstriche im Rentensystem haben, die wollen ja ordentliche Renten bekommen.
00:07:09: Man kann aber auch ordentlicher Renten sichern indem man sonder Vorteile wegnimmt Frühverrentungs-Tatbestände und Ähnliches.
00:07:15: Da gibt es schon vieles an, was man anknüpfen kann.
00:07:18: Aber eine Rentnerefahr mit dem Umstand, das wir länger arbeiten müssen, führt wohl nichts vorbei?
00:07:26: Das ist korrekt.
00:07:26: aber zum Längerarbeiten gehört eben auch dazu dass man insbesondere bei der Früh Verrentung ansetzt.
00:07:31: da gibt es ganz viel verschiedenes.
00:07:33: Wir haben in Deutschland zum Beispiel ein schön also ein schönes Beispiel in Deutschland ist das sogenannte Blockmodell in der Altersteilzeit.
00:07:40: Das wird vielfach genutzt quasi in allen Wirtschaftsbereichen um Sozialpläne umzusetzen.
00:07:46: Dann kann man es schaffen, ältere Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen bei Umstrukturierungen die ja gerade im Moment auch anstehende Automobilindustrie woanders schon mit Mitte fünfzig in den Ruhestand zu schicken.
00:07:57: Da gibt's uns sozusagen Übergangsmöglichkeiten durch das Blockmodell, durch die Arbeitslosenversicherung, Durch Abfindung und sofort.
00:08:04: Das wird alles als schönes Paket geschnürt.
00:08:06: Und dann entzieht man In einer Phase des demografischen Übergang Wo Arbeitskräfte immer knapper werden hochqualifizierte Personen dem Arbeitsmarkt und schickt sie in den Vorruhrstand mit dem Wohnmobil durch Europa.
00:08:19: Das ist wirklich nicht die Lösung, die wir für unsere Probleme haben.
00:08:23: Dann können wir irgendwann darüber reden dass man das gesetzliche Renteneintrittsalter noch behutsam weiter anhebt.
00:08:28: über in Deutschland sind es ja siebenundsechzig Jahre hinaus aber der wesentliche Schritt wäre die Abschaffung der Frühverrentungs-Tatbestände.
00:08:36: Jetzt gab es leichte Anzeichen einer Erholung in der deutschen Wirtschaft.
00:08:40: Ein leichtes Pflänzchen hat man gesehen, sie haben aber postwendens davor gewarnt also zuversichtlich zu sein weil er der Aufschwung teuer erkauft wurde durch staatliche Intervention und auch durch zusätzlichen Exporten, aber strukturell hat sich nichts verbessert.
00:08:59: Ja, also wir sehen ja vor allen Dingen jetzt in den Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute eine deutliche Aufwärtskorrektur.
00:09:08: Wenn die fünf großen Wirtschafts-Forschungs-Institute in ihrer Gemeinschaftsdiagnose im Frühjahr gesagt haben Deutschland wächst jetzt in diesem Jahr um Nullkommar sechs Prozent und heben das jetzt für zwanzig sechsundzwanzig auf eins Komma drei Prozent an ist es doch ein nennenswerter Schritt.
00:09:25: Das ist mehr als verdoppelt.
00:09:27: da steckt in beiden etwas drin, was rein statistisch ist.
00:09:30: Der sogenannte Kalendereffekt.
00:09:32: und wenn sie den runternehmen dann kommen die Impulse hauptsächlich aus den Schulden finanzierten staatlichen Mehrausgaben und andererseits durch den Export.
00:09:41: der export ist die eigentliche Überraschung.
00:09:43: Die mehr Ausgaben nicht.
00:09:45: dass die mehr Ausgraben in effekt haben das konnte man erwarten.
00:09:49: Die export von dem wissen wir noch nicht genau.
00:09:52: was dahinter steckt dass im ersten halb Jahr der export besser gelaufen ist.
00:09:56: Es kann durchaus sein, dass es Ausweichreaktionen aufgrund des Iran-Krieges sind die nur temporäre Natur haben.
00:10:02: Dann gewinnt man dadurch nicht viel.
00:10:04: Das werden wir also im weiteren Verlauf des Jahres bzw.
00:10:06: Anfang nächsten Jahre sehen wenn die Daten dann vorliegen.
00:10:10: Während die staatlichen Mehrausgaben da zeigt sich im Moment noch nicht so richtig das sie die privaten Investitionen anschieben.
00:10:16: Die Investitionstätigkeit leistet zu gut wie keinen Beitrag zum Wirtschaftswachstum.
00:10:21: Privatinvestitionen liegen flach dar nieder Und wenn sich ein Reformfront nichts tut, dann werden die privaten Investitionen auch nicht anspringen.
00:10:31: Das sagen unsere Prognostiker dann sozusagen schon für das dritte Jahr voraus.
00:10:35: Dann kommen wir wieder zur Rückrichtung Null und also fürs Dritte Jahr, das wäre zwanzig-achtenszwanzig so gerechnet.
00:10:42: Und das ist natürlich ... Dann verpuffen die staatlichen Mehrausgaben bloß!
00:10:46: Wo bleibt denn das Geld?
00:10:48: Diese Sondervermögen sind mit fünfhundert Milliarden Euro dotiert.
00:10:54: Sondervermögen ist ja ein Erhörmismus für mehr Schulden.
00:10:58: Wo fließt dieses Geld hin?
00:11:00: Naja, was wir natürlich feststellen müssen, anders als von der Struktur her – das sind Sonder-Vermögen von fünfhundert Milliarden über zwölf Jahre.
00:11:08: Das heißt es ist jetzt nicht in Betrag der unmittelbar im ersten Jahr ankommen kann.
00:11:13: Zum anderen muss man sehen dass von diesen fünfhundert Milliarden hundert Milliarden an die Länder gehen und hundert Millionen an den Klimatransformationsfonds.
00:11:20: Aus diesem Klimatransformationsfonds werden hauptsächlich Subventionen gezahlt, relativ wenig an echten staatlichen Investitionen.
00:11:27: Bleiben dreieinhalb Milliarden verteilt über die zwölf Jahre.
00:11:30: und was da bisher passiert ist dass der Bund seine Investition in den Kernhaushalt reduziert und sie übers Sondervermögen bezahlt.
00:11:40: Da kommt auch etwas mehr an als im Kernhaus geplant war aber viel mehr zusätzlich ist das nicht.
00:11:47: Also insbesondere für die Verkehrsinfrastruktur, Schiene und Autobahnen auch noch etwas mehr Wasserwege.
00:11:55: Das sind vielleicht zwei bis fünf Milliarden Euro pro Jahr mehr?
00:11:57: Das ist schon ein Betrag!
00:11:59: Ich will dir nicht kleinreden aber es ist nicht der große Impuls.
00:12:02: das heißt wir haben das was Verschiebebahnhof heißt.
00:12:05: Es kommt mehr Spielraum im Kernhaushalt zustande Für konsumtive Ausgaben.
00:12:11: Was bei der Landesverteidigung passiert ist eine sogenannte Bereichsausnahme das heißt sie ist gar nicht gedeckelt.
00:12:16: also nur Das, was die Finanzmärkte nicht mehr erlauben würden an Zusatzverschuldung für die Verteidigung ist der eigentliche Deckel.
00:12:24: Und da muss man aber sehen, dass das bringt natürlich jede Fregatte, die gekauft wird, bringt natürlich mehr Bruttoinlandsprodukt.
00:12:34: Ob jetzt aus mehr Munition oder mehr Fregatten ein großer Wachstumsimpuls mittelfristig entsteht, das darf man bezweifeln.
00:12:40: Den kriegt man nur wenn man auch das Geld ausgibt im innovativen Bereich also für Forschung und Entwicklung.
00:12:46: die Schnittstelle zwischen Militär- und Forschungsentwicklung ist wesentlich.
00:12:50: Die USA geben von ihrem Verteidigungsbudget etwa fünfzehn Prozent in Forschung & Entwicklung.
00:12:56: Deutschland ist bei drei.
00:12:58: Das heißt hier müsste man generell innovativer werden und sich mehr Traum in Forschungen entwickeln, wahrscheinlich auch Absatz von Rüstungsausgaben zu investieren.
00:13:07: Genau!
00:13:07: Ja wir brauchen nach Absatz vom Rüstungsausgang, wir müssen aber insgesamt sehen dass wir dieses Innovationssystem ertüchtigen und da jetzt nicht mit Scheuklappen rangehen und mit Beschränkungen und sagen das darf nicht militärisch hinein.
00:13:18: ganz im Gegenteil wir brauchen diesen Innovationsfortschritt auch im militärischen Bereich.
00:13:24: Die Bedrohung, die durch Russland existiert ist nun mal eine Reale.
00:13:27: Wir merken das, dass die hybride Kriegsführungen in Deutschland auch in Skandinavien Polen vollführt.
00:13:33: Also es ist nicht nur so, dass der Ukraine natürlich einen anderen Ausmaß in einem direkten Krieg leidet sondern wir haben jetzt schon auch Elemente dieser hybriden Kriegsführung in NATO-Staaten.
00:13:44: also insofern ist es dringend erforderlich, dass wir hier verteidigungsfähiger werden und das geht auch über Forschung und Entwicklung.
00:13:50: Jetzt gibt es ja offensichtlich durchaus Maßnahmen, die die deutsche Bundesregierung setzt oder das zumindest setzen will und hat zumindest die richtigen Themen ausgewählt.
00:13:59: Gleichzeitig wird sie aber bei einer Wahl nach der anderen massiv abgestraft, egal ob auf der rechten Seite von der AfD oder in Berlin, von der linken Seite.
00:14:09: Das heißt, die Politik ist eine Zwickmühler.
00:14:12: Sie soll die Reform machen gleichzeitig muss sie aber auch die demokratische Legitimation erreichen, die ist ja offenbar nicht mehr gelingt.
00:14:20: Also zunächst einmal hat diese Bundesregierung gewählt und hat demokratische Legislationen – und die kann sich ja nutzen!
00:14:26: Sie hat ihre Mehrheiten im Parlament und sollte dafür sorgen dass die Mehrheiten zusammenhalten.
00:14:31: Das ist jetzt eine riesige Mehrheit mit zwölf Stimmen, aber es ist dann schon so das man über die Fraktionsdisziplin noch viel erreichen kann Und da ist das Führungspersonal dieser beiden oder dieser drei Koalitionspartner gefragt.
00:14:47: Und dafür muss sie jetzt entsprechend auch Reformen durchführen, weil für diese Reformen sind Sie ja auch gewählt worden.
00:14:53: Man muss immer wieder bei der Interpretation der Landtagswahlen berücksichtigen.
00:15:00: erstens welche Sondereffekte es im jeweiligen Land gibt.
00:15:04: Das soll nicht entschuldigen, dass auch der Bund einen erheblichen Beitrag für das Abschneiden von AfD in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern bzw.
00:15:14: der Linke in Berlin hat aber trotzdem gibt es auch ein Sondereffekt.
00:15:18: die Wohnungsproblematik in Berlin ist eben eine besondere Und da erschien das Angebot zu Vergesellschaften genauer gesagt zu enteignen dass die Linke gemacht hat, gerade auch den jüngeren Wählerinnen und Wählern attraktiv.
00:15:34: Ich glaube das wir als Ökonominnen da auch mehr Erklärungsbedarf bei den Jüngeren haben um den klarzumachen, dass es eben nicht mit der Eignung funktioniert.
00:15:43: Und das haben wir offenbar nicht fertig gebracht.
00:15:45: Also von daher gibt Sondereffekt aber andererseits auch die Gruppe derjenigen die die AfD gewählt hat selbst in ostdeutschen Flächenländern.
00:15:54: Das sind nicht einfach nur Gegner der Reformpolitik.
00:15:57: Das ist eine Mischung.
00:15:58: Das sind auf der einen Seite diejenigen, die die Reformen nicht wollen.
00:16:01: Die gerade auch im Sozialbereich in den Sozialversicherungen keinerlei Veränderung haben wollen.
00:16:05: Da sind aber auch andererseits diejenigen nicht zuletzt Mittelständler oder Kleinunternehmer, die sagen, die Regierungen der Vergangenheit haben doch diese Misere mit verursacht und sie tun jetzt wiederum nichts.
00:16:15: Da kommen keine Reformen, die wollen mehr Reformen!
00:16:18: In der öffentlichen Debatte darf ich auch mal die Medien ansprechen kommt vor allen Dingen der erste Aspekt zum Zuge bitte keine Reform richtig schöne Schlagzeilen produziert.
00:16:27: Der andere Aspekt, dass da eigentlich eine Reformstärkung auch herausgelesen werden kann wenigstens zum Teil der kommt nicht zu tragen.
00:16:34: Das heißt die Kommunikation ist sowohl in der Politik als auch bei den Ökonomien also auch bei dem Medien ausbarfähig?
00:16:41: In allen drei Dimensionen total ausbarfähig und wir werden dann natürlich schon an den Wahlen im Westen sehen die im nächsten Jahr stattfinden.
00:16:48: das sind ja fünf Bundesländer die nächstes Jahr wählen die dann auch bevölkerungsmäßig wesentlich mehr ausmachen.
00:16:55: Das ist schon ein echter Lackmustest und dann wird sich weisen, ob die Republik reformfähig ist oder nicht?
00:17:02: Ich kann sagen in diesem Jahr gab es ja auch in Baden-Württemberg Wahlen.
00:17:05: da war ein viel größerer Anteil unzufrieden mit der Bundesregierung weil sie zu wenig Reform gemacht hat.
00:17:10: Und wir werden mal sehen, ob das im Nordrhein-Westfalen und den Niedersachsen genauso ist.
00:17:15: Jetzt hat Deutschland ... Doch einen großen Vorteil, die Staatsverschuldung ist im Vergleich zu vielen anderen Ländern überschaubar.
00:17:22: Ich glaube bei sechzig Prozent bippen ungefähr, oder?
00:17:25: Sechszig Prozent sind ja momentan.
00:17:26: Also deutlich weniger als in Österreich noch viel, viel weniger wie zum Beispiel in Frankreich und Italien.
00:17:33: Jetzt sieht man auf den Anleihenmärkten das Vertrauen in die Stadt und ihre Begabung ordentlich zu Wirtschaften doch etwas gelitten hat.
00:17:44: Nicht zuletzt in den USA, wo ja die Anleihen rondlitten deutlich gestiegen sind – ähnliches passiert auch in Europa.
00:17:52: Kommt ihr etwas ins Rutschen?
00:17:54: Es ist jetzt etwas ins rutschen gekommen und die Sorge muss schon sein Ja, gerade auf Seiten der G-Siebenstaaten und dann speziell auch der Mitgliedstaaten in der Eurozone, in der Währungsunion.
00:18:11: Dass man das nicht weiter rutschen lässt.
00:18:14: Lassen Sie mich zwei drei Punkte dazu sagen.
00:18:17: Erstens Man muss sehen welche Rolle Japan in diesem Gefühl gespielt.
00:18:21: Japan hat ja eine sehr hohe Staatsverschuldung von über zweihundert Prozent hat das bisher unter anderem dadurch verkraften können, dass es netto deutlich weniger verschuldet ist.
00:18:31: Also sehr viel Vermögen im Ausland hält in dem Maße, indem die Zinsen in Japan steigen und sie müssen steigen weil der Yen in einer echten Krise ist also Japan eine Währungskrise hat In dem Maß, indem da die Zinzen steigen ziehen Anleger ihr Geld aus den Anleihe Märkten weltweit zurück.
00:18:56: Es lohnt sich ja jetzt mehr, Anleihen im Inland zu nehmen mit einem geringeren Risiko wenn man das Wechselkursrisiko nicht hat.
00:19:01: Das ist ein Effekt der da spielt.
00:19:04: Das Zinsniveau kann in Japan nicht so ganz einfach steigen weil eben auch die Bruttoschuldenstand dann trotzdem hoch ist und die Zinsausgaben des Staates ansonsten zu sehr steigen würden.
00:19:13: also ist die Problematik auch die dass wir dann noch zu wenig an Zinssteigerungen haben und der jenen Schwierigkeiten hat seinen Wert zu halten.
00:19:24: Den haben sie mit USA angesprochen, die Vereinigten Staaten sind eines der Länder das sich kaum in der Lage gezeigt hat in den letzten zwanzig Jahren irgendeine Konsolidierung durchzuführen.
00:19:34: Da liegen die Defizite immer noch bei knapp zehn Prozent hauptsächlich getrieben vom Bund Die Politik von Donald Trump sorgt dafür dass noch mehr Staatsverschuldung gemacht wird und Die Nachrichten häufen sich, dass bei Auktionen von Anleihen die Bieter aus dem privaten Bereich zunehmend ausbleiben.
00:19:55: Also gerade was die langen Fristen anbetrifft – zehn und dreißig Jahre!
00:19:59: Das sorgen wir uns dann schon auch darum, dass hier ein größeres Problem auftreten könnte.
00:20:04: Niemand erwartet das die USA faktisch Bankrott wären.
00:20:08: Das passiert nicht.
00:20:09: Das Problem wird eher sein, dass von dort dann neuer Inflationsimpuls kommt.
00:20:13: Welche
00:20:14: Gelddrucken werden?
00:20:15: Genau.
00:20:17: Die Federal Reserve wird online kaufen müssen in der Phase, in der die Inflation sowieso schon hoch ist und dann geht die In Flation noch höher.
00:20:24: Und was wir in Europa haben, ist ebenfalls nochmal eine besondere Situation.
00:20:27: Das ist der dritte Aspekt weil wir ja zwar eine einheitliche Währung haben aber die Finanzpolitik dezentral bestimmt wird.
00:20:34: das heißt Frankreich hat einen großes Staatsdefizit und schon eine hohe Staatsverschuldung Kann jetzt aber nicht einfacher warten, dass die EZB online Frankreichs kauft.
00:20:48: Und das Problem, dass sich daraus ergibt ist, dass ... Die Disziplinierung über den Finanzmärkte unzureichend ist.
00:20:55: Zwar steigen da jetzt die Zinsen und es gibt eine gewisse Disziplinierungswirkung.
00:20:59: Aber doch nicht so stark, dass Franzosen wirklich umsteuern?
00:21:03: Die sind jetzt mal bereit ihr Defizit auf fünf Prozent des Proteinlandsproduktes zu reduzieren.
00:21:06: Das ist viel zu hoch!
00:21:09: Und das ist ja eine Seite dieser Unvollständigkeit.
00:21:13: Die andere Seite der Unvollständigkeit ist, wenn Frankreich nicht aufpasst dann kippt es also.
00:21:19: die Anleihermärkte haben irgendwann den Punkt an dem sie sagen da passiert überhaupt nichts mehr.
00:21:23: wir ziehen uns vollständig zurück und wenn das passiert dann steigen die Zinsen für Frankreich sehr schnell so wie wir sind in der Euro-Schuldenkrise mit Griechenland gesehen haben.
00:21:33: Das kann auch im großen Staat wie Frankreich passieren Und dann sind wir in der EU so richtig hinter Britulien, weil das ist nun mal einer der größten Schuldner weltweit.
00:21:41: Man hat schon gesehen dass Griechenland Europa vor großen Herausforderungen gestellt hat.
00:21:46: Frankreich wäre schön schwer zu verkraften?
00:21:49: Frankreich ist sehr schwer zu verkraften.
00:21:51: also ich kann mir im Moment nicht hier richtig vorstellen wer Frankreich aufhangen soll.
00:21:55: Deutschland ist zu schwach dafür.
00:21:57: Jetzt haben sie die Inflation schon angesprochen und die inflation steigt ja in Europa auch weiter.
00:22:04: Die Zinsen steigen zwar auch, aber offenbar gelingt es nicht mit diesen steigenden Zins in den Griff zu bekommen.
00:22:11: Weil ja die Ursache für die Inflation auch wieder von außen kommt mit den steigendsten Energiepreisen.
00:22:18: Da liege ich da falsch?
00:22:20: Naja der Effekt ist natürlich der.
00:22:22: Zunächst haben wir die steigende Energiepreise durch den Schub, das durch den Iran Krieg gegeben hat.
00:22:28: Wenn das nun jetzt noch eine weitere Dynamik entfaltet dann ist er zum kommenden Jahr auch wieder raus.
00:22:32: Das Problem Was passiert denn, wenn es die sogenannten Zweit- und Trittrundeneffekte gibt?
00:22:38: Also wenn die höheren Öl-, Gaspreise darüber dann auch der höhere Strompreis sich in der gesamten Wertschöpfungskette niederschlägt.
00:22:47: Dann treten die Probleme auf!
00:22:49: Und hier setzt er höhere Zins an weil der im Grunde den Unternehmen schon ziemlich klar sagt mit dem höheren Zins lohnen sich viele deiner Investition nicht.
00:23:01: Und damit hinterfragt man, in welchem Ausmaß man jetzt die Preise weitergibt.
00:23:06: Es hängt immer davon ab wie die Wettbewerbssituation auf den Märkten ist, welches Markup man sich erlauben kann und Ähnliches.
00:23:12: aber auf dieser Effekte kommt es eigentlich im Wesentlichen an.
00:23:16: Die zweit- und drittrundendeffekte einzudämmen durch die Zinssteigerung.
00:23:19: Es gibt Unternehmensbereiche, die sind dahingehend sehr zinsreagibel insbesondere die Bauwirtschaft.
00:23:25: Aber die Inflation wird uns wahrscheinlich noch einige Zeit beschäftigen.
00:23:28: Sie beschäftigt uns jedenfalls, also wir sind ja jetzt klar über drei Prozent.
00:23:32: Die EZB hat eine Zinserhöhung durchgeführt.
00:23:35: sie wird jetzt noch einmal im aller voraus sich nach einem Dezember vielleicht auch schon ein bisschen früher eine weitere tun Eine weitere Unternehmen und dann wird es sich weisen müssen wie die Infrationsraten sich entwickeln Also vor allem die Kerninflation sich entwickelt.
00:23:49: Da wird die EZP noch ein bisschen was vor sich haben um dafür zu sorgen dass das gedämpft wird Wenn wir dann wieder safe unter zwei Prozent sind, können wir wieder aufatmen.
00:23:58: Damit darf man aber jetzt nicht gerade kurzfristig rechnen.
00:24:00: das wird noch eine Weile dauern und das bedeutet auch dass so schnell keine Zinssenkungen stattfinden.
00:24:06: Und vor dem Hintergrund der Verschuldungsproblematik, die wir schon angesprochen haben steigen die Zinsen am langen Ende des Marktes jedenfalls.
00:24:14: Aber das sind wieder bei dem Thema wo sie gesagt haben die private Investitionen lassen auf sich warten wenn die Zimsen steigen werden die auch nicht gerade kommen?
00:24:22: Klar
00:24:23: deswegen muss man dafür sorgen dass auf der Kostenseite Unternehmen anderweitig entlastet werden.
00:24:28: und hier haben wir schon und das gilt gerade für Deutschland in Österreich bei den Arbeitskosten ungünstige Entwicklung.
00:24:34: Dazu gehören eben auch die Lohnzusatzkosten, ja, die im Wesentlichen durch das Sozialsystem kommen.
00:24:43: Und die Energiekosten sind.
00:24:45: den Blick zu nehmen, dass einiges was wir verändern müssen – ach, die Regulierungsintensität betrifft teilweise ganz Europa aber Deutschland und Österreich sind nochmal besonders schlimm.
00:24:55: Wenn man sich das so anhaut, diese ganze Gemengelage sich vor Augen führt.
00:24:58: Da stellt man sich die Frage können wir uns den Wohlstand, den wir jetzt unser A-Wirtschaftet haben zum Teil aber auf Pump erwirtschaftet habe langfristig noch leisten?
00:25:07: Ich denke dass manche Korrekturen notwendig sind.
00:25:09: Das wird schon auch heißen, dass es zu Kürzungen kommen muss.
00:25:12: Auf der Unternehmenseite müssen die Subvention runtergefahren werden.
00:25:17: Zu den Subvention gehören auch Steuervergünstigungen.
00:25:19: ich denke beispielsweise an reduzierte Umsatzsteuersätze.
00:25:24: Das heißt aber im Wesentlichen, dass Sondervorteile gestrichen werden.
00:25:27: Das bedeutet nicht, dass man im Grundsatz die Leistungsfähigkeit der Unternehmen damit topediert und man dann sagen müsste wir können uns da keinen Wohlstand mehr leisten.
00:25:39: Das gilt genauso für Kürzungen, die im Sozialbereich nötig sind.
00:25:43: auch da werden Sondervorteile gewährt.
00:25:46: also ich habe das Beispiel Frühverrentung genannt.
00:25:48: es ist nicht einzusehen warum hochqualifizierte Ingenieure mit fünfundfünfzig in den Ruhestand gehen, wo sie noch so leistungsfähig sind und eigentlich in vielen anderen Verwendungen am Arbeitsmarkt erfolgreich sein könnten.
00:26:02: Und entsprechend Geld verdienen könnten.
00:26:04: Heute sind sechzigjährige ziemlich leistungspfähig im Vergleich zuvor fünfzig Jahren.
00:26:10: Ich denke dass wir dies letztlich auch mal durchsiegern lassen müssen.
00:26:15: Das heißt natürlich auch im Lebensstandard das das eine Einschränkung ist wenn ich die ganze Zeit ab Mitte fünftig oder sechzig Rente beziehen kann, oder meine Ruhestandszahl und Pensionen beziehen können.
00:26:25: Und heute erst einmal noch zehn Jahre zusätzlich arbeiten müsste.
00:26:30: Klar habe ich da eine Einschränkung!
00:26:31: Es gibt ja auch ein Arbeitsleid aber es ist nicht so dass wir dann den Wohlstand gefährden würden.
00:26:37: Sie haben Griechenland schon angesprochen?
00:26:38: Griecheland hat eine Roskur hinter sich steht heute wieder eigentlich ganz gut da.
00:26:44: was kann man von Griechnland lernen?
00:26:47: Von Griechenland kann man lernen, dass sich Reformen rechnen.
00:26:50: Es ist so das es Zeit braucht bis sie dann wirklich wirken.
00:26:53: und Griecheland hatte große Schwierigkeiten diese Reformen umzusetzen und Sie waren auch hart!
00:26:58: Es ist nicht so gewesen, dass Griechinland diese Anpassungen mit Freude durchgeführt hat.
00:27:03: Wir erinnern uns alle an die Demonstration gerade junger Menschen in Griechanland und es gab dabei Verletzte und sogar Tote.
00:27:10: Das war sicher kein Spaß Aber einerseits die Konsolidierung des griechischen Haushaltes, andererseits eine durch Strukturreformen getriebene Wachstumspolitik.
00:27:24: Also nicht irgendeinen Strohfeuer über Mehrausgaben sondern Struktur-Reformen, die eingesetzt worden sind haben dazu geführt dass sie die Staatsschuldenquote in Griechenland von über zwei hundert Prozent jetzt noch bei hundred und vierzig Prozent liegt.
00:27:38: das ist ein riesiger Erfolg Und im kommenden Jahr werden die unter das Niveau Italien sinken, sodass Italien der am höchsten verschuldete Staat ist.
00:27:48: Die Dynamik in Frankreich ist so dass wir noch zwei drei Jahre warten müssen wenn es die Finanzmärkte mitmachen und dann ist Frankreich der am Höchst verschuldeten Staunen Griechenland deutlich niedriger.
00:27:56: also man sieht hier sehr klar dass solche Reformen wirken.
00:28:00: Gebe es aus Ihrer Sicht eine Möglichkeit da sich Europa stärker zusammentut kommentiert um die gemeinsamen Probleme zu lösen, anzugehen zumindest und damit auch wieder mehr Reputation im internationalen Markt in der internationalen Wirtschaft zu bekommen.
00:28:18: Wir haben sicher eine ganze Reihe von Dingen, die wir auf der EU-Ebene gemeinsam durchführen müssen.
00:28:22: Auch dort gibt es ja – wenn man den EU-Haushalt anschaut, der gerade momentan eine Diskussion ist – in den Bereichen Landwirtschaft und Regionalförderung einiges das man hinterfragen darf Insbesondere wenn man sich anschaut, so sehr wir die Landwirte lieben.
00:28:38: Was sie alles an Unterstützung einerseits von der EU andererseits von den Mitgliedstaaten oder dann auch auf regionaler Ebene in Österreich durch die Bundesländer bei uns durch die Länder bekommen.
00:28:49: Das ist ein Ansatz wo wir auch in der Lage sein müssen gewisse Reformen durchzuführen.
00:28:55: und andererseits gibt es das Infrastruktur anbetrifft europäische Netze Einiges aufzuholen, damit wir beispielsweise im Hinblick auf Energie insbesondere Strom einen gemeinsamen Binnenmarkt erreichen.
00:29:11: Das ist heute immer noch nicht weit genug geführt.
00:29:14: ganz eindeutig Wir haben im regulatorischen einiges was wir verändern könnten um zu besseren Ergebnissen zu kommen Also hier den Binnenmarkt eben auch voranzutreiben.
00:29:25: Die Kapitalmarkto-Union ist das Beispiel, dass immer gerne so den Headlines in den Schlagzeilen genannt wird.
00:29:32: aber wir haben vieles andere.
00:29:33: man denke an die Arbeitnehmerüberlassung und das Entsenderrecht, das ein gewisserweise entschärft werden könnte zumindest Bürokratieärme ausgestaltet werden könnte.
00:29:42: So kann ich Ihnen ganz viele Beispiele nennen wo wir uns wirklich zusammenraufen müssen unter den Mitgliedstaaten mal von den nationalen Besonderheiten absehen sollten und Vorlieben absehen sollten und zu einer gemeinsamen europäischen Politik kommen.
00:29:54: Und der große Block, der uns bevorsteht ist sicher bei dem Thema Landesverteidigung mehr Einigkeit zu erzielen und mehr Zusammenarbeit.
00:30:02: Das nehme ich als Schlusswort.
00:30:03: herberversicht bedanke mich sehr herzlich, dass Sie heute bei uns im Studio zu Gast waren.
00:30:08: Bene meine sehr verehrten Damen und Herren, bedanque ich mich, dass sie dabei sind!
00:30:12: Ich hoffe, Sie sind auch bei der nächsten Folge von Geld und Leben wieder mit dabei.
00:30:16: Dankeschön!
00:30:17: Vielen Dank.
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